Nie wieder im Blindflug - meine Finanzen

TaschenrechnerAll denen, die immer nur ahnen, wieviel Geld sie jeweils zur Verfügung haben, möchte ich hiermit einen kleinen Impuls geben, wie man mit wenig Aufwand seine Lebenshaltungskosten besser im Auge behält. Ich empfehle, mit einer Tabelle zu arbeiten, in die ich regelmäßig alle festen und planbaren Ausgaben, wie z.B. Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, Umweltkarte, KFZ-Steuer, Vorsorge, Essen + Trinken + Kosmetik (pauschal), Kita, Sportkurs, Hundesteuer, Kleidung, laufende Tilgungsraten, Zeitschriften-Abo´s usw. usf. eintrage. Dabei hilft es mir mehr, wenn ich die Kosten genau für den Monat eintrage, in dem sie auch anfallen.

Zum Beispiel die Hausratversicherung fällt einmal jährlich im Januar an. Dann wird sie auch in voller Höhe im Monat Januar eingetragen. So sehe ich stets im Vorfeld, in welchen Monaten die Belastung höher ist, als in anderen und kann mich rechtzeitig darauf einstellen.

Alle Kosten lassen sich nun dem monatlich zur Verfügung stehenden Einkommen gegenüberstellen. Zusatzverdienst, Zinseinkünfte, Mieteinnahmen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld usw. usf. werden ebenfalls in den entsprechenden Monaten vermerkt. Anschließend lässt sich einfach ermitteln, wieviel Geld nach Abzug aller Kosten unterm Strich übrig bleibt.

Freiberufler oder Gewerbetreibende mit monatlich schwankenden Einkünften, sollten über ihre Buchführung oder Einnahmen-Überschuß-Rechnung ebenfalls einen möglichst zeitnahen Überblick über ihre Finanzsituation haben. Dies ist eine Voraussetzung dafür, um gezielt Investitionen tätigen oder Engpässen entgegen wirken zu können.

Je nachdem wie genau ich die Sache betreiben will, kann ich meine Aufzeichnungen erweitern. Z.B. kann ich die Kosten in folgende Gruppen einteilen:

  1. Wohnung/Haus
  2. Versicherungen
  3. Vorsorge
  4. Leben/Freizeit/Wellness
  5. Fahrzeuge

Jetzt kann ich Summen bilden, z.B. nur für die Position Wohnen. Dort kann ich mir nun anschauen, was ich monatlich, halbjährlich oder jährlich nur für´s Wohnen ausgebe.

Mir genügt das in diesem Umfang. Aber jeder entscheidet selbst, ob solch eine Übersicht ausreichend ist oder ob besser jeder Cent dokumentiert werden soll. Dafür eignet sich dann ein klassisches Haushaltsbuch, in das ALLE Ausgaben eingetragen werden.

O.g. >> Muster-Tabelle. (pdf-Datei 18 KB) kann Anregung sein für ähnliche Tabellen, die m. H. eines Tabellenkalkulationsprogrammes einfach zu erstellen sind und schnell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.

Mit geringem einmaligem Aufwand verschaffe ich mir so einen besseren Überblick über meine Finanzen. Schnell kann ich Vergleiche anstellen. Was zahlst Du denn monatlich für Strom? Nicht jeder hat diese Beträge immer im Kopf. Oft muß ich dann erst die Verträge raussuchen. Ich muß überlegen: wird das jetzt monatlich abgebucht oder alle 2 Monate? Dann suche ich in den Kontoauszügen oder lasse mir online meine Daueraufträge anzeigen.

Mit solch einer Tabelle habe ich meine Finanzen besser im Griff.

Interessant ist es auch, nach einigen Jahren mal Vergleiche mit früheren Aufzeichnungen anzustellen. Nicht zuletzt können solche Tabellen gezielt dabei helfen, eine bestimmte Summe anzusparen. Mit Hilfe dieser Aufzeichnungen habe ich ein kleines Frühwarnsystem geschaffen. Das zeitnahe Wissen um meine Finanzsituation gibt mir beim Blick auf einen positiven Saldo Gelassenheit und andernfalls (hoffentlich) genügend Handlungsspielraum beim Erkennen von Durststrecken.

Kleiner Exkurs in die Buchführung:

Buchführung und Controlling werden oft als ein lästiges Übel angesehen. Dabei helfen sie dabei:

  1. einen Überblick über die geschäftliche Entwicklung zu erlangen
  2. (möglichst) tagesaktuell die eigene Finanzlage einsehen zu können
  3. zukünftige Entscheidungen und Investitionen zu steuern

Hier gibt es ein paar >> E-Cards passend zum Thema.

 

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5 Kommentare to “Nie wieder im Blindflug - meine Finanzen”

  1. Felix Says:

    Super Übersicht, danke! Ich werde es hoffentlich gleich mit dem Auszug aus Hotel Mama richtig beginnen.

  2. Ina Says:

    Hallo Felix,
    freut mich, dass Du was damit anfangen kannst.
    Viele Grüße aus Berlin
    Ina.

  3. Jochen Says:

    Servus Ina,

    danke für die Tabelle; kommt gerade recht.
    Warum nicht gleich als Excel- oder Calc- (OpenOffice-Alternative) Tabelle anstatt als PDF anbieten?

    Derzeit versuche ich aus vielen veschiedenen Tabellen ein Finanz- und Controlling-System zu basteln.

    Hier ist der Forenthread:
    http://forum.ubuntuusers.de/topic/101273/
    (dort sind zwei Links die auf viele weitere Tabellen-Vorlagen verweisen; vielleicht ists ja für dich oder jemand anderen interessant - oder vielleicht will sogar der ein oder andere mitmachen?!)

    Cheers

  4. Ina Says:

    Hallo Jochen,

    Interessantes Projekt. Als Mini-Finanzbuchhaltung für Windows kenne ich noch easy cash & tax von Thomas Mielke, der seine Software wie folgt beschreibt: “Bei der Gestaltung wurde bewusst Rücksicht auf Menschen genommen, die mit Buchhalter-Logik und -Jargon wenig anfangen können und die Minimalanforderungen der Steuergesetzgebung möglichst mit dem gesunden Menschenverstand und vor allem mit möglichst wenig Zeitaufwand bewältigen wollen..”

    Was die Liste der Lebenshaltungskosten angeht, da erstelle ich vielleicht mal was in einem Open-Office-Kalkulationsprogramm. Eine gute Idee. Ich wollte hier erste Anregungen geben, da ich oft gefragt werde, was denn in solch eine Tabelle alles rein kommt. In meiner Arbeit als (Büro)-Organisatorin habe ich im laufe der Jahre mit sehr vielen unterschiedlichen Kunden-Wünschen zu tun gehabt. Die Palette reicht von dem Wunsch nach leicht lesbaren Listen bis hin zu ganz ausführlichen Aufzeichnungswünschen. Dementsprechend erstelle ich unterschiedliche Tabellen, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

    Schönen Abend!
    Ina.

  5. Dominik Says:

    Wir, Dominik und Jonas, zwei Studenten der Wirtschaftsinformatik, wollten das ganze BWL- und Informatikwissen aus dem Studium und vor allem unser Know-How im Bereich des Web-Development für Irgendetwas sinnvolles nutzen.

    Z.B. eine Verwaltung der monatlichen Kosten und aller Ein- und Ausgaben.

    Zu was greift der typische BWL’er da? Excel - kann alles und sogar noch mehr. Nur alles nicht ganz einfach und nicht online. Das Web-Pendant der Datenkrake wäre eine Alternative, zmd. lässt es sich von verschiedenen Rechnern mit Internetzugang nutzen. Doch was passiert mit meinen Angaben? Werden sie analysiert und ausgewertet?

    Wir wollten aber keine Offline-BWLer Lösung, sondern eine - ja ihr wisst schon - Web2.0 Online-Hyper-Moderne-Allround-Lösung.

    Inspiriert von Programmen wie Quicken oder iFinance machen wir uns ans Werk und schaffen hier in den nächsten Wochen und Monaten eine Online-Lösung zur Verwaltung der privaten Finanzen.

    moonio - Ihre Finanzen im Web.

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