Archiv für den Monat: August 2007

Kritisch konsumieren und produzieren

Blogparade - kritisch konsumierenBarbara Haselboeck von mangoomangoo.de ruft zum Gedankenaustauch zum Thema “kritischer Konsum” auf und hat eine Blogparade gestartet, an der ich mich gern beteiligen möchte.

Gedanken und Thesen:

Kritischer Konsum bedeutet für mich vor allem, schon vor jeder Kaufentscheidung zu überlegen: brauche ich das wirklich? Meist lautet die Antwort ganz klar: Nein. Zum Beispiel habe ich noch einen alten Kassettenrecorder und die besten und liebsten Musiktitel habe ich auf Kassetten gespeichert. Die Hörqualität eines so alten Rekorders lässt sich sicher nicht mit der Klangfaszination modernster Sound-Systeme vergleichen, dennoch: Ich liebe es. Dieses Immaterielle, Unsichtbare ist mir oft mehr Wert, als immer auf dem neuesten Stand zu sein. Weiterlesen

Besser sprechende Namen verwenden

ZielBeim Erstellen eines Newsletters, der auch jedes mal in einer kleinen Auflage gedruckt wird, fällt mir immer wieder das folgende vermeidbare Problem auf. Immer dann, wenn Web-Medien mit Print-Medien verknüpft werden, wird es unschön, wenn URL-Namen und/oder Dateinamen unendlich lang und kryptisch daher kommen.

So wollte ich in einem Newsletter auf eine interessante Information hinweisen, die in einer Datei lag, deren URL in etwa so aussah:

http://www.dies-ist-ein-beispiel.de/gi-bin/brain_connector.pl?action=
Navbar.CreatePage;2x&navbar_action=0,25000[00020,25000000074
,2500000008]1&SessionId=anonym/Download77779/586_feld_88888
88809.pdf

Wenn der Newsletter z.B. bei A4-Größe dreispaltig aufgebaut ist, würde sich diese URL, ähnlich einem Bandwurm mindestens als 5-Zeiler durchs Layout winden. Das ist weder schön, noch praktisch, noch sinnvoll, denn eigentlich möchte ich Inhalte vermitteln und diese web- und printgerecht aufbereiten. Weiterlesen

Mit Treppen aus Papier, einer lebenden Jukebox sowie dem Anblick einer zweiten Erde

entführt der dänische Künstler Peter Callensen seine Zuschauer in phantastische und philosophische Sphären. Neben den filigranen Papierkunstwerken, die auf seiner Website zu sehen sind, werden verschiedene Performances und Installationen des Künstlers gezeigt.

BaumHolding myselfSetzt man sich z.B. in den Wishing Chair und äußert laut einen Wunsch, so kann es passieren, dass ein an einem Fallschirm herunterschwebendes Päckchen eine Antwort liefert. Bei der Installation Earth entsteht die Illusion, am Abendhimmel plötzlich eine zweite Erde zu entdecken. Die Situation, gleichzeitig auf der Erde zu stehen und sie doch auch am Abendhimmel zu sehen, ermöglicht Reflexionen über die eigene Position in der Unendlichkeit. Bei der Performance Jukebox konfrontiert der Künstler die Besucher einer Ausstellung mit sich selbst, sitzend in einem Pappkarton. Nur der Kopf ist zu sehen. Auf dem Pappkarton gibt es eine Aufschrift Jukebox und per Knopfdruck und nach Einwurf von 10 cent singt Callensen das jeweils ausgewählte Lied. Diese doch eher irritierende Sitution, beim Betreten eines kleinen Raumes dort einen Menschen in einem Pappkarton sitzend vorzufinden und nicht zu wissen, ob und wenn ja, wie ich mich jetzt auf diese Begegnung einlasse, führt zu den unterschiedlichsten Reaktionen der Besucher. (Die Bilder dürfen mit Zustimmung des Künstlers hier veröffentlicht werden.)

Einen guten Einstieg in die Begriffswelt von Web 2.0 und Blogosphäre

Web 2.0vermittelt Tom Alby´s Buch Web 2.0 - Konzepte, Anwendungen und Technologien. Das Buch liest sich für meinen Geschmack sehr flüssig und kommt gut ohne Quellcode aus. Erklärt werden unter anderem Begriffe, wie New Economy, Web 2.0, Blogs, Podcasts, Social Software und Folksonomy. Wer bisher noch nie mit dem Internet zu tun hatte, kann vom üblichen Fachjargon ja leider schnell verschreckt werden. Auch “normale” Internet-Nutzer fragen mich häufig, was denn z.B. eigentlich ein Podcast sei und was es mit dem Second-Life auf sich hätte. Auch ich kann und möchte nicht immer ALLES und jeden Trend und schon garnicht sofort mitmachen. Das Buch von Tom Alby stellt eine gute Zusammenfassung zum Thema Web 2.0 und Blogosphäre dar. Ein kleines Glossar ist ebenfalls enthalten. Im letzten Kapitel des Buches beantworten 7 Blogger die immer wieder ähnlichen Fragen des Autors z.B. zu Blog-Techniken, dem Umgang mit Informationsüberflutung, den Besonderheiten der deutschen Bloggerszene oder kommerziellen Aspekten beim Bloggen. Schade eigentlich, dass hier so ganz auf die Meinungen von BloggerInnen verzichtet wurde. Hier das Blog zum Buch.