Archiv August, 2007

Kritisch konsumieren und produzieren

Donnerstag, August 16th, 2007

Blogparade - kritisch konsumierenBarbara Haselboeck von mangoomangoo.de ruft zum Gedankenaustauch zum Thema “kritischer Konsum” auf und hat eine Blogparade gestartet, an der ich mich gern beteiligen möchte.

Gedanken und Thesen:

Kritischer Konsum bedeutet für mich vor allem, schon vor jeder Kaufentscheidung zu überlegen: brauche ich das wirklich? Meist lautet die Antwort ganz klar: Nein. Zum Beispiel habe ich noch einen alten Kassettenrecorder und die besten und liebsten Musiktitel habe ich auf Kassetten gespeichert. Die Hörqualität eines so alten Rekorders lässt sich sicher nicht mit der Klangfaszination modernster Sound-Systeme vergleichen, dennoch: Ich liebe es. Die Titel habe ich genau in dieser Reihenfolge vor 20 Jahren aufgenommen und das Gefühl dieser Zeit lebt beim Anhören wieder auf. Dieses Immaterielle, Unsichtbare ist mir oft mehr Wert, als die Argumente technischer Fakten. mehr »

Besser sprechende Namen verwenden

Dienstag, August 14th, 2007

ZielBeim Erstellen eines Newsletters, der auch jedes mal in einer kleinen Auflage gedruckt wird, fällt mir immer wieder das folgende vermeidbare Problem auf. Immer dann, wenn Web-Medien mit Print-Medien verknüpft werden, wird es unschön, wenn URL-Namen und/oder Dateinamen unendlich lang und kryptisch daher kommen.

So wollte ich in einem Newsletter auf eine interessante Information hinweisen, die in einer Datei lag, deren URL in etwa so aussah:

http://www.dies-ist-ein-beispiel.de/gi-bin/brain_connector.pl?action=
Navbar.CreatePage;2x&navbar_action=0,25000[00020,25000000074
,2500000008]1&SessionId=anonym/Download77779/586_feld_88888
88809.pdf

Wenn der Newsletter z.B. bei A4-Größe dreispaltig aufgebaut ist, würde sich diese URL, ähnlich einem Bandwurm mindestens als 5-Zeiler durchs Layout winden. Das ist weder schön, noch praktisch, noch sinnvoll, denn eigentlich möchte ich Inhalte vermitteln und diese web- und printgerecht aufbereiten.

Klar kann ich jetzt in meinem Newsletter nur auf die Startseite hinweisen, z.B. http://www.seite.de und in der pdf-Datei verlinke ich dann unsichtbar, also im Hintergrund auf die gewünschte Quelle. Wer den Newsletter als pdf-Datei nutzt und mit der Maus über die Kurzform des Links geht, wird dann zur richtigen Datei weitergeleitet. Wer aber den Newsletter nur als Print-Version vor sich hat, benötigt den korrekten (langen, kryptischen) Link, um ans Ziel zu kommen. Wenn die Startseite, auf die ich alternativ hinweise, über eine gute Suchfunktion verfügt und der User noch nicht aufgegeben hat, kommt er vielleicht doch noch zum Ziel.

Eine weitere Möglichkeit wäre, solche Inhalte auf den eigenen Server zu legen. Aber wer hat dazu schon immer die Zeit. Und, ist das noch Sinn des Internet´s? Evtl. sind auch urheberrechtliche Vereinbarungen notwendig.

Ein weiteres Problem verbirgt sich im obigen Bandwurm-Link. Einige Content-Management-Systeme stürzen ab, wenn sie mit Sonderzeichen, wie z.B. diesen eckigen Klammern ” [ ” gefüttert werden. Da hätte ich aufgrund des CMS schon garkeine Chance, auf diese Info zu verlinken.

Ich finde es generell übersichtlicher, wenn Dateinamen und Ordner mit sprechenden und logischen Namen versehen werden. In der Programmierung kann man noch die Funktion mod_rewrite nutzen oder/und darauf achten, dass Dateien und Pfade immer gleich so benannt werden, dass auch Nicht-Programmierer noch den Überblick behalten können.

Diese satirische Betrachtung zeigt, wie sprechende Namen in der Heimwerker-Branche Verwendung finden.

Ich bin optimiert

Montag, August 13th, 2007

Herrlich! Ich habe soeben einen Anruf von der Telekom erhalten. “Wir sind dabei alle unsere Kunden zu optimieren!” (* - Staun - *) Nach einem kurzen Smalltalk entschuldigt sich die Anruferin mit den Worten. “Ach so, Sie sind dann wohl schon optimiert.”

Mehr zu diesem Thema unter “Danke, ich komme klar.”

Make it groove - Faszination Djembe

Sonntag, August 12th, 2007

Etwa vor 1,5 Jahren habe ich das erste mal spielerisch auf einer Djembe getrommelt und war vom Klang dieser Trommel absolut begeistert. Dinge, die mir gefallen, sofort zu kaufen, entspricht normalerweise überhaupt nicht meinem Wesen. Hier war es anders. Ich probierte noch ein paar mal bei einer Freundin auf dieser Trommel zu spielen, suchte nach einem geeigneten Angebot und kaufte mir eine Djembe!

Djembe von TillDamals wohnten wir noch am Berliner Stadtrand, ganz nah am Wald, unter uns ein Laden, ansonsten nur Außenwände und über uns nette junge Leute, die dann ihrerseits auch mal die Bässe aufdrehen durften. ;-) Das waren perfekte Bedingungen für meine Trommellust. Ich habe dann erst mal freestyle einige Zeit herumprobiert und einfach bei passender Musik von CD mitgetrommelt.

Dann fand ich bei ebay eine Lern-CD von und mit Amadou Kuaté und später, als ich schon einen Lehrer hatte, kaufte ich mir noch das Buch von Ursula Branscheid-Diebaté, um mehr Hintergrundinformationen zur Notation zu bekommen. In diesem Buch gibt es auch ein paar sehr nützliche Hinweise, was beim Kauf einer Djembe unbedingt zu beachten ist. Zum Glück hatte ich trotz meines Spontankaufs fast alles berücksichtigt. Meine Djembe ist für mich als Hobby-Trommlerin gut ausgewählt, sie hätte nur noch etwas leichter sein sollen! Mit 10 kg ist sie wohl überdurchschnittlich schwer.

Daniel, mein Trommellehrer hatte zum Glück mehrere Instrumente, so dass ich meine eigene Trommel nicht jedes mal zum Unterricht mitschleppen mußte.

Dann begann mein Djembe-Unterricht und entwickelte sich Dank Daniel zu einer Entdeckungsreise in eine mir bislang unbekannte Welt. mehr »

Webspaziergänge und Spaß an Verzettelung

Donnerstag, August 9th, 2007

Wenn ich das Web hin und wieder nach Themen abgrase, die mich besonders interessieren, kann es schon vorkommen, dass ich mich dabei ein wenig verzettele. ;-) Über Google-Alerts (das ist ein Online-Dienst, der per E-Mail Nachrichten zu bestimmten Themen zusendet) frage ich z.B. News zu Büroorganisation, Kreativität und Grundeinkommen ab. Bei technorati lasse ich mir in der sog. Watchlist Beiträge zu den Begriffen Ordnung, Büroorganisation, Djembe und Kreativität anzeigen.Abtauchen Bei lastfm, einem Musik-Netzwerk mag ich die Option “ähnliche Künstler anzeigen” besonders und ich bin gerade dabei, mir mein eigenes Radioprogramm zu erstellen. Amazon besuche ich regelmäßig mit dem Blick auf neue Fachliteratur und lese gern Rezensionen oder höre in die eine oder andere CD rein.

Jochen vom Blogatelier z.B. bin ich jetzt schon auf mehreren Wegen im Web begegnet. Er studiert Oecotrophologie (das musste ich mir erst mal erklären lassen), interessiert sich u. a. für Ernährung, Informatik und Psychologie und hat mich durch diesen sehr interessanten Beitrag zum Thema Zeitmanagement das erste mal auf seine Seiten gelockt. Er beschäftigt sich in seinem vielseitigen Blog u.a. auch mit GTD - Getting things done einer Methode zum besseren Selbstmanagement. Als Büroorganisatorin interessiere ich mich ebenfalls für alles, was mit Office- und Selbstmanagement zu tun hat. Obwohl meine komprimierte und nicht ganz wissenschaftliche Formel zu diesem Thema so lautet: Der Tag hat 24 Stunden. Tue einfach einige Dinge, lasse andere weg und halte möglichst jederzeit die Balance. ;-}

Wer sich für die o.g. Themen interessiert, sollte auf jeden Fall das Blogatelier von Jochen besuchen. Gerade trainiert und zeigt er dort seine bemerkenswerte Lambadaroutine , mit der er sich bei einem Casting vorstellt. Wegen der langen Ladezeit im Blog gibt es hier nur den Link zum Video.

Wer jetzt noch Angst hat, sich im Web zu verzetteln, bitte schnell hier klicken.

Foto: Sigbert Georgi

Mit Treppen aus Papier, einer lebenden Jukebox sowie dem Anblick einer zweiten Erde

Freitag, August 3rd, 2007

entführt der dänische Künstler Peter Callensen seine Zuschauer in phantastische und philosophische Sphären. Neben den filigranen Papierkunstwerken, die auf seiner Website zu sehen sind, werden verschiedene Performances und Installationen des Künstlers gezeigt.

BaumHolding myselfSetzt man sich z.B. in den Wishing Chair und äußert laut einen Wunsch, so kann es passieren, dass ein an einem Fallschirm herunterschwebendes Päckchen eine Antwort liefert. Bei der Installation Earth entsteht die Illusion, am Abendhimmel plötzlich eine zweite Erde zu entdecken. Die Situation, gleichzeitig auf der Erde zu stehen und sie doch auch am Abendhimmel zu sehen, ermöglicht Reflexionen über die eigene Position in der Unendlichkeit. Bei der Performance Jukebox konfrontiert der Künstler die Besucher einer Ausstellung mit sich selbst, sitzend in einem Pappkarton. Nur der Kopf ist zu sehen. Auf dem Pappkarton gibt es eine Aufschrift Jukebox und per Knopfdruck und nach Einwurf von 10 cent singt Callensen das jeweils ausgewählte Lied. Diese doch eher irritierende Sitution, beim Betreten eines kleinen Raumes dort einen Menschen in einem Pappkarton sitzend vorzufinden und nicht zu wissen, ob und wenn ja, wie ich mich jetzt auf diese Begegnung einlasse, führt zu den unterschiedlichsten Reaktionen der Besucher. (Die Bilder dürfen mit Zustimmung des Künstlers hier veröffentlicht werden.)