Archiv November, 2007

Soziale Netzwerke - was gibt es da?

Donnerstag, November 29th, 2007

Web 2.0 trifft auf soziales Engagement

Sucht man jenseites eines konsumorientierten Ansatzes nach interessanten Anwendungsmöglichkeiten, wurde man in der Vergangenheit oft enttäuscht.

Claudia Klinger hat sich vor ein paar Tagen mit dem Thema Netzwerke für Ältere beschäftigt und schreibt in ihrem Artikel Web 2.0 für Ältere - gar nicht so einfach aber auch vom Quantensprung der möglich wäre:

Man stelle sich nur mal vor, so ein Tool wäre neutraler gestaltet, nicht mit blöden Spielchen verbunden (man startet als “Leibeigener” und kann sich zur Townqueen “hochdienen”… !) und würde wirklich von vielen Menschen aller Altersgruppen genutzt! Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement, Stadtplanung, Bürgerinitiativen, soziale Einrichtungen, Vereine und Initiativgruppen, Mieter, Hausverwaltungen, Investoren, Familien, Alte, Gewerbetreibende, Ärzte - wenn all diese ganz realen Tätigkeiten und Interessen, die weit über “Fun & Ausgehen” hinaus reichen, in einer Web 2.0-Community “Standort-genau” transparent würden - wow, ein Quantensprung! Das wäre dann ein wirklich “soziales Netzwerk” und nicht bloß der nächste Versuch, eine leicht zu definierende Zielgruppe zu versammeln und irgendwann mittels Premium-Features und Werbung abzukassieren.

Auf der Suche nach dem Quantensprung habe ich mir die Seiten www.kununu.com und www.betterplace.com und www.kiva.org und sanga.sossoon.net (Teilnahme erfordert Vereinsmitgliedschaft, 1 Probemonat) mal angesehen.

Hängengeblieben bin ich letztlich bei betterplace.org. Dort heißt es:

betterplace verbindet.
Menschen, die Unterstützung brauchen, treffen hier auf Menschen, die helfen wollen.
Eins zu eins. Ohne Umwege. Weltweit. mehr »

Virtuelle Schafe

Dienstag, November 27th, 2007

Schafe

Ich freue mich ganz besonders über den ersten Gastbeitrag in diesem Blog von C. alias Frau Maus. Frau Maus besitzt weder eine eigene Website noch ein Blog und mir fehlt jetzt hier das Web 5.0-Tool, um direkt an die Wohnungstür von Frau Maus zu verlinken. ;-) Allerdings weiß ich auch nicht, ob ihr das recht wäre. Hier also eine erste Kolumne aus dem Alltag von Frau Maus. Ich hoffe, weitere werden folgen und Frau Maus bekommt im Verlaufe dieses Experiments eventuell sogar Lust auf ein eigenes Blog. (Was ist ein Blog? via Robert) Mal abwarten…

Die Kolumne:

Vor kurzem habe ich eine Nachbarin getroffen, die ich eine Weile nicht mehr gesehen hatte. Sie erzählte mir, dass sie momentan Tag und Nacht von einem Computerspiel gefesselt sei. Manchmal vergesse sie dabei völlig, etwas zu essen oder überhaupt einkaufen zu gehen. Da sie etwas blass um die Nase aussah, dachte ich, ein wenig frische Luft würde ihr sicher nicht schaden. Mein Angebot eines gemeinsamen Hundespazierganges nahm sie auch dankbar an. Also machten wir uns mit meinem Hund auf den Weg. Der Himmel sah phantastisch blau aus, die Vögel zwitscherten und auch die Sonne meinte es richtig gut mit uns.

Trotzdem bekam meine Nachbarin plötzlich einen noch blasseren Gesichtsausdruck, blieb wie erstarrt stehen und sagte mit weinerlicher Stimme, sie müsse jetzt sofort nach Hause. mehr »

Alltagsphilosophie: Was ist wichtig im Leben und wie finde ich das heraus?

Samstag, November 24th, 2007

Da kann man sich noch so sehr mit Zeitmanagement, Optimierung und div. Glücks- und Lebens-Ratgebern beschäftigen (und damit viel Zeit verschwenden), am Ende ist alles ganz simpel. :-) Die folgende kleine Geschichte erreichte mich neulich erst wieder über den Newsletter von djembe-art.de. Sie bündelt in wenigen Sätzen das Wissen aus mehreren Studiengängen. ;-) Daher möchte ich diese Geschichte direkt aus meiner Blognische gleich wieder hinaus in die weite Web-Welt streuen: ;-)

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht beginnt, nahm er wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei.

Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit kleinen Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als Nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.

mehr »

Blogaktion - 3 interessante Blogs vorstellen

Dienstag, November 20th, 2007

3 BlogsJan Tißler fragt in Upload, dem Magazin für digitales Publizieren, nach interessanten Blogs, die “Ihr sehr gern lest, die aber viel zu wenig Leser haben.” Auf folgende 3 Blogs möchte ich hier in zufällig gewählter Reihenfolge hinweisen. Den Untertitel: “Blogs, die kaum jemand kennt” formuliere ich mal um in: Blogs, die gern noch mehr LeserInnen haben können:

Tipp Nr.1: behindertenparkplatz.de

Aufmerksam geworden bin ich auf das Weblog der Journalistin Christiane Link via Claudia Kilian und hängengeblieben dann beim Lesen des folgenden Artikels:

“Wie Schumi zum Bus
Es war wieder die Haltestelle White City und wieder die gleiche Szene wie am Tag zuvor. Ich stehe gut sichtbar an der Haltestelle, halte meine Hand ausgestreckt in Richtung Straße und signalisiere dem Busfahrer deutlich, dass ich mitfahren will. Und es passiert, was am Tag zuvor auch passiert war: Der Busfahrer lässt mich ohne Kommentar stehen…”

Tipp Nr.2: holy fruit salad! Creezy:

“creezy - mädchen, berlinerin, meist mit kamera vor der linse, einem abo auf cat content…”

schreibt wunderschön-skurile Alltagsgeschichten und hat immer im richtigen Moment die Digicam dabei - für mich ein Blog mit Sogwirkung.

Tipp Nr.3: nonprofits-vernetzt.de

“In diesem Blog geht es um die Frage, wie Nonprofit-Organisationen im Bereich sozialer Dienste ihre Beziehungen mit internen und externen Bezugsgruppen (Stakeholdern) ausbauen können und wie ihnen die neue Social Software dabei hilft.”

Beispiele für interessante Wiki-Anwendungen gesucht

Mittwoch, November 7th, 2007

Wiki-SpielwieseVor ein paar Tagen haben Stefan und ich das Experiment “Wiki-Spielwiese” ins virtuelle Leben gerufen. In unserem Beispiel-Wiki kann man ein Interview zum Thema “Erfahrungen im Umgang mit Wiki-Software” nicht nur lesen, sondern auch aktiv mitgestalten. Die Wiki-Spielwiese basiert auf der Software DokuWiki, die von Andreas Gohr entwickelt wurde.

Ziel ist es, gerade Interneteinsteigern eine erste Anlaufstelle zum Ausprobieren und Fragen stellen zu bieten. Eine reine Übungs-Spielwiese, die zugleich von uns betreut wird, eignet sich für “erste Schritte” vielleicht besser, als eine schon bestehende Community, in der oft, in einer für Laien schwer verständlichen “Techniker-Sprache”, kommuniziert wird.

Wikis und Blogs sind meiner Meinung nach die spannendsten Errungenschaften, die es im Internet gibt und bieten demjenigen, der erste einmal die technischen Grundlagen verstanden hat, interessante Vernetzungsmöglichkeiten.

“Die Idee war, dass alle Web-Teilnehmer einen Ort zum Publizieren haben sollten, und deshalb war der erste Browser auch zugleich ein Editor, also zum Schreiben wie zum Lesen geeignet. Wer am Web teilnimmt, sollte auch darin schreiben können. Es sollte einfach sein, Webseiten zu erstellen und Beiträge anderer zu kommentieren, also viel von dem, was beim Bloggen geschieht.” (Tim Berners Lee, Gründer des Web)

Wozu könnte nun ein ganz “normaler” Mensch mit wenig Interesse an technischen Entwicklungen im Internet ein Wiki oder ein Blog gebrauchen? Spontan fällt mir dazu ein:

  • um sich z.B. über sein Hobby (seltene Musikaufnahmen von xy) mit möglichst vielen Menschen auszutauschen und im Laufe der Zeit einen bleibenden und ständig wachsenden Wissensspeicher anzulegen oder
  • um sich zu einem speziellen Thema (Ist mein Kind hochbegabt?) über den eigenen Bekanntenkreis hinaus auszutauschen oder
  • um eine neu Idee über das eigene Umfeld hinaus zu vertreten und zu schauen: gibt es Resonanz ? oder
  • für Ilona ;-)

  • über ein Blog seine Reiseeindrücke in Bild und Foto zeitnah zu dokumentieren…

Wer weitere Ideen hat und Beispiele für Wiki-Nutzung kennt, den bitten wir, diese in unsere Sammlung einzutragen.

Wiki-Spielwiese

Willkommen auf der “Wiki-Spielwiese”: ein Experiment

Sonntag, November 4th, 2007

Vor ein paar Tagen wollte ich von Stefan Waidele wissen, ob er mir einige Fragen zum Umgang mit Wiki-Software in Form eines Blog-Interviews beantworten würde. Stefan hatte für die Aktion Free Burma! das Planungs-Wiki erstellt. Wir haben kurz gemailt, ausgiebig telefoniert und waren uns einig, dass wir dieses Interview machen wollen und dann kam Stefan auf die naheliegende Idee: „Warum nicht gleich ein Wiki für dieses Interview anlegen?“ Wenig später hatte Stefan die spielwiese.stots.de als Experimentierfeld und/oder Wissenspool für alle, die sich mal in einem Test-Wiki “bewegen” wollen, bereitgestellt. Wie und in welche Richtung sich dieses Experiment entwickeln wird, wissen wir natürlich nicht. Die Idee war es, gleich 2 Zielstellungen miteinander zu verbinden:

  1. Alle, die schon immer mal ein Wiki näher kennenlernen wollten und natürlich auch diejenigen, die dem Internet bisher eher skeptisch gegenüber stehen, möchten wir ganz herzlich auf die Wiki-Spielwiese einladen. Es kann nach Herzenslust probiert werden.

  2. Das Interview mit Stefan findet im Wiki statt, was den Vorteil hat, dass jeder der mag, dort ebenfalls seine Fragen stellen kann und es darüber hinaus mit dem Wiki die Möglichkeit gibt, im Laufe der Zeit, dort einen kleinen Wissenspool zum Thema “praktischer Umgang mit Wiki-Software” entstehen zu lassen.

Der Gedanke, sich mit Wiki-Software näher zu beschäftigen, kam mir u.a. auch im Zusammenhang mit der Free-Burma!-Aktion. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gab es ein großes Interesse an dieser Aktion, jedoch kaum einer kannte sich mit Blog- und Wiki-Software aus. Ich möchte hier nicht wieder die Endlos-Diskussion über den k o n k r e t e n Sinn solcher Blog-Aktionen in Gang setzten. Das ist ausführlich an anderer Stelle geschehen. Mir geht es vielmehr darum, dabei zu helfen, die Hemmschwellen im Umgang mit Blog- und Wiki-Software abzubauen und auch bisherigen “Internet-Verweigerern Skeptikern” (das soll keine Wertung sein!) das Experimentieren mit dieser spannenden Technik im Alltag “schmackhaft zu machen”.

Sollte jemand Fragen inhaltlicher oder technischer Art haben, könnt Ihr Euch gern jederzeit an Stefan oder mich wenden.

Interessante weiterführende Informationen zum Thema: “Wikis im Nonprofit-Bereich” von Dr. Brigitte Reiser und “Kooperieren mit Wikis” von Wolfgang Neuhaus.

Hier noch einige Video-Tipps:

Wiki´s in Plain English
Hier wird Social Bookmarking erklärt via Robert Basic

Wiki-Spielwiese