Ein Fotoblog als Zweitblog und einige Gedanken über meinen Vernetzungsgrad

Wenn ich mich so umschaue, sehe ich, dass viele BloggerInnen im Laufe der Zeit ein zweites, drittes oder x-tes Blog noch zusätzlich in´s Leben rufen. Claudia z.B. betreibt neben dem digidiary verschiedene andere Blogprojekte, Stefan bloggt mehrfach, René von Probloggerworld hat mehrere Blogs, selbst Zebu, der Hund vom Schockwellenreiter, hat schon lange sein eigenes Blog, Jochen hat im vergangenen Jahr neben dem Blogatelier ein zweites Projekt fittfuttern.de gestartet, bei Ulrike gibt es ein weiteres Blog über ihre Hündin Emma, Claudia Kilian schreibt ebenfalls noch in mehreren Blogs zu unterschiedlichen Themen und hat erst kürzlich ein Wiki eingerichtet, Chikatze überlegt gerade, ob sie ein Fotoblog aufmacht. Die Liste der Mehrfach-BloggerInnen ließe sich mühelos fortsetzen. Auch mich hat es jetzt “erwischt”. Gemeinsam mit Carola habe ich das Colina-Fotoblog gestartet.

Wir wollen dort einfach nur über unser Hobby Fotografie mit anderen in Kontakt treten. Will jemand mal schauen, was wir so machen, können wir auf unsere Internetadresse hinweisen. Es sollte auf jeden Fall ein eigenes Blog sein, nicht nur ein statisches Portfolio, damit auch der direkte Austausch über Kommentare und die Vernetzung mit anderen möglich ist. In den letzten Jahren haben wir uns viel an diversen Foto-Communities beteiligt. Für Inspiration und Vernetzung sind diese Foren ideal, wegen ihrer Größe aber für einen persönlicheren Austausch, wie wir ihn uns wünschen, viel zu anonym. Es gibt, wie in allen größeren Netzwerken zu viel “weißes Rauschen”. Ich meine damit eine Tendenz zu inhaltslosen Kommentaren oder Postings in hoher Frequenz, nur damit mal etwas Traffic auf´s eigene Profil kommt. Natürlich ist zwischen diesen beiden Extremen, einmal dem Untergehen in der Masse und zum anderen diesem “weißen Rauschen” alles möglich, sogar wirklich gute Begegnungen.

Meine momentane Vernetzung basiert webtechnisch gesehen auf dem Betreiben einer statischen Website, 2 Blogs, einem Wiki, der mal mehr und mal weniger intensiven Teilnahme an div. Foren, Communities und Social Networking-Plattformen sowie dem gelegentlichen Blick in meinen Feedreader. Real ergeben sich für mich mit Hilfe dieser Vernetzungsstruktur neue Aufträge, interessante Kontakte, ein ständiger Austausch und Wissenszuwachs zu bestimmten Themen, viel Spaß und auch neue Freundschaften. Wenn es so im Gleichgewicht bleibt, wenn sich der Zeitaufwand für´s Technische und die Verzettelung im eigenen Netz, die gelegentlich als bewußte Zerstreuung und Inspirationsquelle gesucht wird, in Grenzen halten, ist´s für mich ideal. Eine interessante Diskussion über Social Networking und die richtige Mischung aus Zentralität und Dezentralität gibt es bei Robert Basic, der kein Zweitblog hat, oder? ;-)

Nachtrag: Ego 3.0 - Verteilte soziale Netzwerke - eine Idee

Noch was: es heißt DAS Blog. In letzter Zeit hatte ich meine Zweifel, weil ich es so oft anders gelesen hatte.

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5 Kommentare to “Ein Fotoblog als Zweitblog und einige Gedanken über meinen Vernetzungsgrad”

  1. Chikatze Says:

    Also, ein Fotoblog finde ich auf jeden Fall sinnvoll. Denn im “normalen” Blog gehen die Bilder immer irgendwie unter und das Publikum ist vielleicht auch nicht so besonders interessiert daran.
    Wer Fotoblogs “liest” interessiert sich ja meistens auch für die Fotografie.
    Bin jedenfalls froh, daß ich Euch gefunden habe und hoffe sehr, daß wir uns weiter austauschen werden! ;)
    Danke für das Trackback. :)

  2. Jochen Says:

    Ich schreib trotzdem der blog und das ist soweit ich weiß auch laut Duden völlig ok. Somit der Blog, ja der, der Blog, der Blog sag ich.

  3. Ina Says:

    Hi Jochen,
    :-} DAS Bloggen kann gar nicht männlich sein. ;-}

  4. Claudia Says:

    Meine Lektorin wollte auch einen Blog daraus machen, aber die Blogs in denen ic blogge fallen eindeutig unter die Kategorie “das Blog”.

    Lektorin hin, Lektorin her.

  5. Ulrike Says:

    Also ich bin auch ganz klar für DAS Blog. ;-)
    Gute Idee mit dem Fotoblog. Die Emma hat sich’s gerade schon mal angeschaut. Schön.
    LG und geruhsames Rest-Wochenende - Ulrike

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