Archiv für den Monat: November 2009

Wie ich das Internet nutze?!?

Dies ist ein Gastbeitrag von Stefan Weidele.

Komische Frage. Kann ja nur von Ina kommen :)

Ich benutze das Internet nicht. Echt nicht. Zumindest nicht so, wie ich das Internet zu Beginn in den 1990ern benutzt habe.

Damals war “ins Internet gehen” eine bewusste Handlung. Um die Verbindung herzustellen, musste ich dem PC ausdrücklich sagen, dass er die Nummer zum Provider anwählen soll. Das hat dann so ca. 30 Sekunden gedauert, in denen man dem Modem beim Datenaustausch zuhören konnte. Und dann war man drin – immer mit dem Blick auf die Uhr, denn die Abrechnung erfolgte ja Minutenweise.

Das hat sich aber mit der ersten ISDN-Flatrate geändert. Die neue Technik brauchte nur noch 2 Sekunden für den Verbindungsaufbau, und mit 70DM im Monat wusste man genau, was man am Ende bezahlen musste. Ein erster Vorgeschmack von “Allways On”!

Allways on?

Ja. Immer online. Mein PC zu Hause (den ich kaum nutze), die PCs im Hotel, mein Handy – alle haben eine Internet-Flatrate und sind immer mit dem Internet verbunden. Nun ja, nicht immer. Aber die Verbindung wird bei Bedarf so schnell hergestellt, dass ich es nicht merke.

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Begegnungen am virtuellen Küchentisch

facebook-foto-jabkaDies ist ein Gastbeitrag von Christina Pautsch. (Der Text wurde übernommen von bloggerpatenschaften.de, da dieses Blog eingestellt wurde.)

Damals, 1998, war es Liebe auf den ersten Blick: Ich war gerade im letzten Jahr auf der Schule und hatte mit Computern wenig am Hut. Doch als ich mit 18 das Internet „betrat“, zog mich diese bunte, klickbare Informationswelt mit einem Mal in ihren Bann. Seit damals hat sich das Internet enorm verändert. Meine Leidenschaft aber ist geblieben.

Bereichern und bereichert werden

Einer der Schlachtrufe der damaligen Aufbruchszeit lautete „Everyone is a publisher!“ Dank der unzähligen kostenlosen Blog-Dienste ist dies heute endlich Wirklichkeit. Es erfüllt mich mit großer Freude, Blogs über die eigentümlichsten Themen zu lesen, mich von ihnen inspirieren zu lassen und alltäglich mitzuerleben, wie uns das Internet eine große Portion an Freiheit schenkt.

Mein eigenes Blog nutze ich momentan wie ein öffentliches Tagebuch. Ich sammle darin Gedanken, Fundstücke und Beobachtungen, die sonst nirgendwo ihren Platz finden. Natürlich könnte ich dies auch im Verborgenen tun. Durch die öffentliche Präsenz jedoch gebe ich auf meine Weise auch anderen die Möglichkeit, inspiriert und bereichert zu werden. Geben und nehmen. Je mehr dieses Prinzip im Internet verwirklicht wird, desto bunter und spannender wird es. Weiterlesen

Frei, unabhängig, selbstständig

panthermedia_00064883-300x187Heiko Kunert ist blind. Heute möchte er nicht mehr auf das Internet verzichten. In einem Gastbeitrag schildert er seinen Weg ins Web.
(Der Text wurde übernommen von bloggerpatenschaften.de, da dieses Blog eingestellt wurde.)

Aus den PC-Lautsprechern dringt eine künstliche Stimme. Auf einer Leiste vor der Tastatur tauchen erhabene Punkte auf und verschwinden wieder. Ich bin blind und arbeite mit dem Computer. Ein so genannter Screenreader wandelt den Bildschirm-Inhalt so um, dass er von der Sprachausgabe und der Braillezeile wiedergegeben werden kann. Diese Hilfsmittel machen es möglich, dass ich selbstständig mit Word oder Excel arbeite. Behördenpost und Kontoauszüge scanne ich ein. Mein Computer liest sie mir vor. Und ich kann E-Mails lesen und schreiben und im Internet surfen. Heute kann ich mir ein Leben ohne das netz nur schwer vorstellen. Es gehört zu meinem Alltag: Ich unterhalte mich mit Menschen, ich kaufe im Web ein, ich lese meine Zeitung online. Dabei war ich nie ein typischer Computerfreak. Für mich soll ein Computer seinen Dienst tun. Ich will nicht an ihm herumbasteln oder gar selbst programmieren. Weiterlesen

Welche Rolle das Internet in meinem Leben spielt

Dies ist ein Gastbeitrag von Jean-Pol Martin. (Der Text wurde übernommen von bloggerpatenschaften.de, da dieses Blog eingestellt wurde.)

Das Internet sehnte ich mir herbei, bevor es das überhaupt gab. Als ich 1987 ein Kontaktnetz zur Verbreitung der von mir initiierten Methode „Lernen durch Lehren“ ins Leben rief, kommunizierten wir über Briefe per „Schneckenpost“. Alle zwei Monate schickte ich etwa 700 schwere Pakete, was Etat und Umwelt belastete und auch das Drucken und Einpacken kostete viel Zeit.

Beim Aufkommen des Internets richteten wir 1996 eine Homepage ein (www.ldl.de) und ab diesem Zeitpunkt wurden alle Materialien von dort heruntergeladen. Schlagartig erhöhte sich auch der Bekanntheitsgrad der LdL-Methode.

Sehr bald stieß ich auf die ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien) und die Betreiber zeigten sich sehr kooperativ. Sie reservierten mir ganze Forenbereiche, für das Thema „Lernen durch Lehren“. Gleichzeitig kam ich auf die Idee, nach New York zu fliegen und mich per Forum bei meiner Reise unterstützen zu lassen. Das war toll, denn ich wurde sehr intensiv während der ganzen Reise beraten. Weiterlesen