Unser neues Demokratiemedium

Dies ist ein Gastbeitrag von Susanne Wiest.

susanne_wiest1Vor einem Jahr noch, habe ich das Internet eher wie eine Bibliothek genutzt. Ab und zu Informationen sammeln und vielleicht mal ein Kochrezept suchen…. e-mails schrieb ich kaum. Vielleicht eine pro Monat. Das änderte sich schlagartig als ich letzten Dezember eine Petititon an unseren Bundestag stellte. Mir wurde gesagt das ginge jetzt auch im Internet und ich schaffte es tatsächlich meine Grundeinkommenspetititon online auf den Weg zu bringen. Anscheinend hatte ich einen Nerv getroffen.

Ich erlebte staunend, wie immer mehr Menschen diese Petition mitunterzeichneten, wie in verschiedenen Foren und Blogs darüber berichtet und aufgefordert wurde mit zu unterzeichnen. Ich erlebte Demokratie. So wie ich sie mir seit langem wünsche. Frei, eigenverantwortlich, zusammen und sehr lebendig. Und ich lernte das Internet kennen.

Austausch, Information, Organisation, Mobilisierung, Planung… das ist alles möglich im Netz. Endlich! Wir brauchen nicht mehr eine Zeitung oder andere Medien, die freundlichrweise über eine Aktion berichten. Wir berichten nun selbst. Von uns für uns.

Richtig Bauchschmerzen habe ich damals bekommen, als es plötzlich darum ging, irgendwo meine e-mail Adresse öffentlich zu machen… ich sah Gefahren über Gefahren….was ich eben so alles gehört hatte über das uferlose Internet. Ich habe mich dann dazu durchgerungen ….und alles ist gut gegangen.

Mittlerweile nutze ich Twitter, bin gerne bei Facebook und habe einen eigenen Blog, das ist eine Art  Internetagebuch und ich schreibe inzwischen viele e-mails pro Tag. Wie das alles geht, habe ich beim Tun gelernt. Ich habe Freunde im Netz gefragt, “wie lade ich ein Bild hoch, wie stelle ich ein Video in meinen Blog,…usw.“ und Schritt für Schritt habe ich dazu gelernt.

Ich nutze das Internet heute als Demokratiemedium. Ich möchte mitmachen in unserer Demokratie. Mitgestalten. Nicht alles den „anderen“ überlassen.

Wir Bürger können uns informieren, vernetzten, uns unterstützen und zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten des Internets sind ein Segen für mich. Wir haben ein Demokratiemedium. Ich nutze es!

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