Archiv für den Monat: Juli 2011

Dies ist ein Gastbeitrag von Gabriela Pichelmayer aus Wien. Der Beitrag wurde aus dem inzwischen geschlossenen Blog nischenthema übernommen. Wir würden uns freuen, wenn dieser Beitrag weiter verbreitet wird und Menschen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden, die Kommentarmöglichkeit nutzen und über ihre Erfahrungen berichten.

panthermedia_033449712„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder, Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.“
So steht es geschrieben in Artikel 7 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes.

Wo das zum Tragen kommt, bedarf jedoch einer genaueren Prüfung.

Nehmen wir einmal an, Sie hätten eine schwere, unheilbare Erkrankung. Natürlich gehören Sie zum Kreis der begünstigten Behinderten und natürlich sind Sie auch „stolzer“ Besitzer eines amtlichen Behindertenausweises. Also trifft das oben zitierte Gleichstellungsgesetz der Bundesverfassung auf Sie zu. Rein theoretisch. In der täglichen Praxis wiederum erfahren Sie eine sich wiederholende Ignoranz.

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