Let´s make MONEY - Der neue Film von Erwin Wagenhofer

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Let’s Make Money ist Erwin Wagenhofers dokumentarische Kritik am internationalen Finanzsystem, das die Vermehrung von Kapital zum vermeintlich obersten Gebot erklärt hat. Mit seinem zweiten Dokumentarfilm setzt der österreichische Filmemacher seine Globalisierungskritik fort, die er mit We Feed the World – Essen Global begann.
Weitere Infos auf kino-zeit.d

Kinostart: 30.10.2008

Wenn Menschen allerdings so funktionieren, dann sind wir wohl verloren.

Buchtipp - PHP und MySQL erlernen

Montag, Mai 19th, 2008

Ich wurde in letzter Zeit mehrfach gefragt, wie man als Laie am besten einen Einstieg in die Programmierung mit PHP bekommen kann. Neben Fortbildungen an Volkshochschulen oder im Internet (akademie.de), haben mir folgende Bücher den Einstieg sehr erleichtert:

Weitere Buchtipps zum Thema Webdesign und Internet.

Buchtipp: Welt mit Zukunft

Montag, Dezember 10th, 2007

Welt mit ZukunftWelt mit Zukunft - Überleben im 21. Jahrhundert. Das Buch von Franz Josef Radermacher & Bert Beyers ist keine “leichte Kost” in meinen Augen. Ein unbequemes Buch, das einen bewegt, zum Nachdenken anregt. Der Inhalt des Buches wird mich noch länger beschäftigen. Ich möchte hier nur einige kurze Auszüge vorstellen, die vielleicht den Einen oder die Andere zum Lesen dieses Buches anregen.

Radermacher zeigt u.a. Parallelen zwischen der Geschichte der Osterinsel und dem Planeten Erde auf. Unter der Überschrift: “Wie löst man ein Gefangenendilemma?” heißt es

“Die Bewohner der Osterinsel hätten ihre Welt nur gemeinsam retten können, allerdings hätten sie dazu alle die Prestigekonkurrenz um den Bau großer Statuen (Anmerkung: dadurch wurden die Wälder abgeholzt und damit die Lebensgrundlage zerstört.) durchbrechen müssen. Da sich Einzelne verweigerten, blieben sie alle Gefangene einer fehlgeleiteten Konkurrenzsituation (Gefangenendilemma). In diesem Sinne blockierten sich alle gegenseitig, und der Prozess der Zerstörung setzte sich fort.”

Ebenso interessant die Überlegungen zum sogenannten Ultimatumspiel:

Die typische Situation sieht wie folgt aus: Zwei Personen befinden sich in einem Raum, und eine dritte Figur, der “reiche Onkel”, legt 1000 Euro auf den Tisch. Einer der beiden darf als erster zugreifen: “Nimm dir davon so viel du willst”, sagt der Onkel. “Gib dem anderen den Rest - aber keine Kommunikation! Wenn der andere nicht ablehnt, könnt ihr beide das Geld behalten. Weigert er sich, bekomme ich das Geld zurück.”

Wer darf als erster zugreifen? Warum? Nach welchen Kriterien würden wir selbst das Geld verteilen? Wie ist das mit den Zugriffsrechten, wenn wir diese Laborsituation auf die Verteilung von Wohlstand in der Welt übertragen?

Und noch zwei Zitate:

“Das Vermögen der 700 reichsten Familien auf diesem Globus ist in den Jahren 2003 und 2004 um 800 Milliarden US-Dollar gewachsen, insbesondere zulasten des weltweiten Mittelstandes. Dieser Zuwachs würde für die Finanzierung des geamten Global Marshall Plan bis zum Jahre 2015 reichen.”

“Wie arm ist eine Welt, in der Millionen von Menschen keine Arbeit finden, alimentiert und ruhiggestellt werden? Wie arm ist eine afrikanische Frau, wenn sie drei Stunden täglich zum Brunnen und wieder zurück laufen muss, nur um ein paar Liter Wasser zu holen? Und wieso lassen wir dies zu, obwohl eine Überwindung dieser Verhältnisse möglich wäre?”

Das Filmfestival »ueber morgen« – Utopien, Träume, Weltentwürfe

Freitag, Dezember 7th, 2007

ueber morgenist noch bis Sommer 2008 in hundert deutschen Städten zu Gast. 13 Filme zeigen einen Querschnitt zu vergangenen und gegenwärtigen Utopien und Weltentwürfen. Ebenfalls sehenswert die Beiträge des letzten Jahres, die zum Thema “ueber arbeiten – Arbeit, Wirtschaft, Globalisierung” in 80 deutschen Städten gezeigt wurden. Schade eigentlich, dass solche Filme viel zu schnell wieder aus den Kinos verschwinden. Wer das Festival 2006 verpasst hat: Hier kann man noch die jeweiligen Trailer und einige Infos zu den Beiträgen des letzten Jahres finden. Weiß einer, ob es alle Filme evtl. auch als DVD/Video gibt?

Einen guten Einstieg in die Begriffswelt von Web 2.0 und Blogosphäre

Mittwoch, August 1st, 2007

Web 2.0vermittelt Tom Alby´s Buch Web 2.0 - Konzepte, Anwendungen und Technologien. Das Buch liest sich für meinen Geschmack sehr flüssig und kommt gut ohne Quellcode aus. Erklärt werden unter anderem Begriffe, wie New Economy, Web 2.0, Blogs, Podcasts, Social Software und Folksonomy. Wer bisher noch nie mit dem Internet zu tun hatte, kann vom üblichen Fachjargon ja leider schnell verschreckt werden. Auch “normale” Internet-Nutzer fragen mich häufig, was denn z.B. eigentlich ein Podcast sei und was es mit dem Second-Life auf sich hätte. Auch ich kann und möchte nicht immer ALLES und jeden Trend und schon garnicht sofort mitmachen. Das Buch von Tom Alby stellt eine gute Zusammenfassung zum Thema Web 2.0 und Blogosphäre dar. Ein kleines Glossar ist ebenfalls enthalten. Im letzten Kapitel des Buches beantworten 7 Blogger die immer wieder ähnlichen Fragen des Autors z.B. zu Blog-Techniken, dem Umgang mit Informationsüberflutung, den Besonderheiten der deutschen Bloggerszene oder kommerziellen Aspekten beim Bloggen. Schade eigentlich, dass hier so ganz auf die Meinungen von BloggerInnen verzichtet wurde. Hier das Blog zum Buch.

Wie Nischenprodukte und potentielle Interessenten einander finden…

Donnerstag, Juli 12th, 2007

beschreibt Chris Anderson in seinem Buch “The Long Tail” - Der lange Schwanz. Anderson ist Wirtschaftsjournalist und Chefredakteur der Zeitschrift “Wired”, in der auch erstmals 2004 seine Long-Tail-Theorie veröffentlicht wurde. Das parallel zur Arbeit am Buch entstandene Blog “erweist sich als Quelle unschätzbar guter Ideen, Ratschläge und Fakten.” U.a. am Beispiel der Musikindustrie beschreibt Anderson anschaulich, wie das Internet als riesige Vermarktungsschiene funktionieren kann. In meinen Augen ein interessantes Wirtschaftsbuch mit neuen Einblicken in netzspezifische ökonomische Zusammenhänge, das mehr als nur den konsumorientierten Ansatz betrachtet.

The Long Tail