nachdenklich

Sonntag, März 29th, 2009

Claudia sammelt gerade drüben in der Sammelmappe Krisenzitate. Ein Zitat kann ich jetzt nicht beisteuern, wohl aber eine nachdenklich stimmende Beobachtung: In Berlin waren gestern zwischen 15.000 Menschen (lt. Polizeiberichten) und 25.000 Menschen (lt. Veranstalter) auf der Straße, um unter dem Motto “Wir zahlen nicht für eure Krise” zu demonstrieren. Am selben Abend nahmen lt. Schätzung der Veranstalter über 500.000 Menschen an der “Langen Nacht des Shoppings” teil.

Siehe auch: Tschechischer Traum
Extrem-Shopping in Berlin

Lobby-Stadtführungen in Berlin

Freitag, März 20th, 2009

LobbyControl klärt auf über Lobbying, PR-Kampagnen und Denkfabriken. Ab Ende März bietet Lobbycontrol regelmäßig lobbykritische Stadtführungen in Berlin Mitte an.

Rund um den Reichstag haben sich eine Vielzahl von Verbandsbüros, Unternehmensrepräsentanzen, PR-Agenturen und anderen Lobbystützpunkten angesiedelt. LobbyControl vermittelt einen Eindruck davon, was sich hinter den Fassaden der alten und neuen Prachtbauten im Regierungsviertel tut. Die Führung umfasst rund 15 Stationen und dauert etwa 2 ½ Stunden.

Die ersten Termine:

* Sonntag, 29.3.2009, 11.00 Uhr
* Mittwoch, 29.4.2009, 16.00 Uhr

Für 7,50 € kann man einen Lobby-Stadtführer erwerben.

Weitere Infos im Blog von Lobbycontrol

Let´s make MONEY - Der neue Film von Erwin Wagenhofer

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Let’s Make Money ist Erwin Wagenhofers dokumentarische Kritik am internationalen Finanzsystem, das die Vermehrung von Kapital zum vermeintlich obersten Gebot erklärt hat. Mit seinem zweiten Dokumentarfilm setzt der österreichische Filmemacher seine Globalisierungskritik fort, die er mit We Feed the World – Essen Global begann.
Weitere Infos auf kino-zeit.d

Kinostart: 30.10.2008

Wenn Menschen allerdings so funktionieren, dann sind wir wohl verloren.

Web 2.0 für chronisch Kranke - eine Chance?

Freitag, September 26th, 2008

Krankheit ist noch immer ein Tabuthema. In einer Arbeitswelt, deren Abläufe immer mehr auf Effizienz ausgerichtet sind, bleiben Menschen mit chronischen Erkrankungen nicht selten “auf der Strecke”. Bei der Jobsuche konkurrieren sie oft mit wesentlich jüngeren und gesunden Mitbewerbern um einen Arbeitsplatz. Selbst im Schutz einer unbefristeten Festanstellung werden sie nicht selten rausgemobbt, sobald sie krankheitsbedingt länger ausfallen. Derartige Ausgrenzung und Stigmatisierung sind wiederum keine günstigen Voraussetzungen dafür, die notwendigen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das, was ich hier beschreibe ist das Worst-Case-Szenario. Sicher gibt es auch günstigere Arbeitsumgebungen. Nur, ist es nicht leicht, diese zu finden oder sich selbst zu schaffen. Könnten nicht die Vernetzungsmöglichkeiten von Web 2.0 dabei helfen, solche positiven Beispiele sichtbarer zu machen? mehr »

In Dialog kommen übers Internet? [UPDATE 3]

Donnerstag, März 6th, 2008

Ein Beispiel: abgeordnetenwatch.de

Abgeordnetenwatch ist eine Internetplattform, die seit Dezember 2004 existiert und auf der jeder, der Lust hat, Fragen online an Europa- oder Bundestags-Abgeordneten stellen kann. Da mich das Thema “Grundeinkommen” seit einiger Zeit interessiert, hatte ich es als Google Alert abonniert und bekam auf diese Weise vor kurzem einen Hinweis auf die Website abgeordnetenwatch.de auf der es mehrere Beiträge zum Thema “bedingungsloses Grundeinkommen” gab und so wurde ich neugierig auf die Meinungen der Abgeordneten und die Website und bin dem Link gefolgt.

Der erste Eindruck von der Website: Ich finde sie technisch, grafisch und logisch gut aufgebaut; die dort gezeigte Werbung kann man, wenn sie einen stört, ausblenden. Gleichzeitig erscheint ein Hinweis, dass die Werbeeinnahmen wieder dem Projekt zugute kommen. Ein Login wird zur Teilnahme an der Plattform nicht verlangt. Die Fragen werden moderiert. Je nach Fragenaufkommen und Tempo der Abgeordneten, kann es nur wenige Stunden oder manchmal auch einige Tage dauern, bis die Antwort vorliegt. Also habe ich mich eine Weile durch die Fragen und Antworten verschiedenster Themen gelesen. Dabei fiel auf: die Fragen fand ich oft sehr interessant, die Antworten der Abgeordneten dagegen oft ausweichend formuliert.

Dann habe ich mir mal die Entstehungsgeschichte angeschaut, bzw. nach der Idee oder dem Ziel von abgeordnetenwatch.de gesucht und folgendes gefunden: (Zitat von der Website): mehr »

Filme weitergeben

Montag, Februar 4th, 2008

Als ich neulich 1,5 Stunden bei miesem Regenwetter und mit Rückenschmerzen bis nach Potsdam unterwegs war, um mir den Film “Unser Planet” anzusehen, war mir klar, dass meine Trägheit über mein Interesse siegen wird und ich nicht jeden Tag, wie erst gedacht, diese Fahrerei auf mich nehmen werde. Eigentlich wollte ich mir unbedingt noch 3 weitere Filme des Festivals “ueber morgen” - Utopien, Träume, Weltentwürfe ansehen, das noch bis Sommer 2008 in hundert deutschen Städten unterwegs sein wird. Leider hatte ich die Berlin-Termine verpasst und war sehr froh darüber, dass es für mich eine zweite Möglichkeit, die Filme doch noch sehen zu können, in Potsdam zwischen dem 24. und 30.1. gab. Dann haben mich der weite Weg und müde Gelenke aber doch vom täglichen Hinfahren abgehalten. Leider, denn die Filme dieses Festivals haben wenig Aussicht in Fernsehen oder Videotheken aufzutauchen. :-( Technisch wäre es ja eigentlich ganz einfach, solche Filme über´s Internet einem breiten Publikum zum Download zur Verfügung zu stellen; mittels Bezahlung z.B. über Paypal.

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