Kategorie-Archiv: Politisches

Lesetipp zum bedingungslosen Grundeinkommen

Meine Perspektive auf das Grundeinkommen – ein Beitrag von Baukje Dobberstein

Ich stelle mir immer wieder die Frage, worein ich meine Lebenszeit investiere. Ob ich als Psychotherapeutin mehr Depressionen heilen könnte, als ich mit Grundeinkommen verhindern kann?

Baukje Dobberstein arbeitet als Ärztin und Psychotherapeutin. Jeden Tag wird sie damit konfrontiert, dass das Arbeits- und Sozialsystem die Menschen krank macht: Diejenigen, die schon arbeitslos sind, aber auch alle anderen, die Arbeitsbedingungen akzeptieren die sie krank machen, weil sie Angst vor einem repressiven Sozialsystem haben. Deswegen tritt sie für das Bedingungslose Grundeinkommen ein und schreibt auf ihrem Blog regelmäßig über das Thema. Sie lebt in Hannover.

Lesetipps

“Gleichberechtigte Teilhabe geht anders. Ich will lieber Geschichten hören, wie beide Seiten von der Zusammenarbeit lernen, sich entwickeln, gemeinsam profitieren und gleichberechtigt zusammenarbeiten.”

“Er nahm das Gespräch zum Anlass, uns alle aufzufordern, ganz grundlegend über Fragen wie “In welcher Gesellschaft wollen wir leben?, “Müssen wir nicht den Begriff des Kapitals neu definieren?” “Was passiert mit einem System, wenn ihm das Feindbild abhanden kommt?” “Brauchen wir Räume, die frei von kommerziellen Marktmechanismen sind?” nachzudenken … Die Fragestellungen seines geplanten Instituts. Mich werden diese Fragen weit über seinen Tod hinaus beschäftigen und ich werde weiter in seinem Sinne das Netzwerk und die darin liegende kollektive Intelligenz als Problemlöser nutzen.”

“Niemals zuvor spürte ich solch tiefe Verbundenheit. Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst Du das Leben einer Person ändern, zum Guten oder zum Bösen.”

Lesetipps

“Suche Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, gerne Kohle, bis 400 warm.”

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“Arbeit, die systematisch unsichtbar gemacht wird, gerät logischerweise auch aus dem Blick politischer Verhandlungen, gilt als unwichtig, vernachlässigbar. Deshalb macht das Netzwerk Care-Revolution den ersten Mai zum „Tag der unsichtbaren Arbeit“. Geplante Aktionen in diesem Jahr sind:
*Frankfurt am Main, 9.30 Uhr, Günthersburgpark
*Berlin, 10 Uhr, Hackescher Markt
*Freiburg, 11 Uhr, Stühlinger Kirchplatz
*Hamburg, 11 Uhr, Rödingsmarkt”

 

Oya: Tatorte – Wo mutige Menschen wirken

Unter dem Motto „anders denken. anders leben“ berichtet die Zeitschrift Oya nunmehr seit fünf Jahren über Menschen und Initiativen, die sich für gesellschaftlichen Wandel und eine enkeltaugliche Zukunft engagieren. Wichtig für Oya sind außerdem die vielfältigen sozialen Bewegungen, die sich für mehr Bürgerbeteiligung in der Politik, eine Ökonomie ohne Wachstumszwang und eine Kultur von Kooperation und Verbundenheit einsetzen. Auch die Zeitschrift selbst basiert auf einem solidarischen Wirtschaftsmodell – fast 500 Menschen haben als Lesergenossenschaft den Aufbau ermöglicht. Oya vernetzt aktive Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Im aktuellen Heft geht es um das unmittelbare Engagement vor Ort und darum, wie es gelingen kann, in Zusammenarbeit mit Stadt- und Gemeindeparlamenten gute Ideen tatsächlich zu verwirklichen. Oft scheitern vielversprechende Projekte an mangelnder Kooperation mit Behörden und Politik, aber manchmal gelingt es, eine Brücke zu schlagen, ein offenes Ohr zu finden – und plötzlich bewegt sich mehr, als alle Beteiligten je zu hoffen gewagt haben. Gibt es »Zauberworte«, die hier die Türen öffnen? Oder sind es nur einzelne Glücksfälle in ansonsten verkrusteten Strukturen? Oya Nr. 31 zeigt mit vielen lebendigen Beispielen Strategien zur Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichem Engagement und der Kommunalpolitik.

Verlosung

Ich möchte gern hier im Blog 3 Exemplare der aktuellen Ausgabe verlosen, die mir die Redaktion von Oya zur Verfügung gestellt hat. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, kann hier in den Kommentaren noch bis zum 20.03.2015, 12.00 Uhr mittags sein Interesse bekunden.

Aus allen Kommentaren wird der/die Gewinner*in am 20.03.2015, 12 Uhr mittags per Los oder mit dem Random-Generator (je nach Teilnehmerzahl) ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/ die Gewinner*in wird von mir per Mail benachrichtigt (daher bitte eine gültige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben).

Lesetipps

“Action Painting Chaos – wenn der Kopf zu voll ist, wenn scheinbar nichts mehr geordnet und strukturiert werden kann, dann hilft nur malen, malen und malen, bis nichts mehr da ist, bis man wieder eine angenehme “Fülle von Leere” empfindet.”

“Man hat es mit einer großen Unbekannten zu tun, die sich nicht mathematisch fassen lässt – mit der menschlichen Natur. Wie wird der Mensch das Grundeinkommen verkraften? Wird er noch arbeiten oder sich komplett aushalten lassen?”

“Die Jury der Initiative Nachrichtenaufklärung e. V. präsentiert jährlich zehn Nachrichten oder Themen, die in der medialen Berichterstattung zu kurz gekommen sind. Es handelt sich um Themen, die für die deutsche Öffentlichkeit relevant sind, über die aber bislang in Presse, Funk, Fernsehen und Internet kaum Debatten geführt werden. Die Top Ten des Jahres 2015 wurden am 26. Februar im Deutschlandfunk in Köln vorgestellt.”

Realitäts-Check Inklusion im Berliner Abgeordnetenhaus – UPDATE

Für den 25. März 2015 ist eine Veranstaltung mit dem bezeichnenden Namen “Realitäts-Check Inklusion” im Berliner Abgeordnetenhaus geplant. Dort  werden  9 Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer erwartet, die tragende Aufgaben innerhalb dieser Veranstaltung wahrnehmen: z. B. Moderation und Projektvorstellung.

Leider gibt es dort aber keinen Raum, in dem sich mehr als 4 Rollstuhlfahrer aufhalten dürfen. Das sagt die brandschutztechnische Vorschrift.

Ulrike Pohl hat jetzt eine Mail an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin geschrieben:  Hier gehts zum Text dieser Mail.

Gab es da nicht  mal was Ähnliches im Deutschen Bundestag? Richtig. Bundestag lädt aus. Wir kommen trotzdem.

Es bleibt zu wünschen, zu hoffen und letztlich zu fordern, dass unsere Gesellschaft endlich (mehr) Räume schafft, die genauso selbstverständlich auch für Menschen mit anderen Bedürfnissen offen stehen.

Link zur Veranstaltung.

Update: Brandschutz und Selbstbestimmung – wie passt das zusammen?

“Menschen mit Behinderung als selbstbestimmte Menschen wahrzunehmen, das ist etwas, was mir in der Diskussion um den Veranstaltungsort unserer Signetübergabe fehlte.”