Kategorie-Archiv: Soziales

Lesetipps: #Soziales #Gemeinschaftliches #Inklusion

Der Berliner Friedrichstadt-Palast bietet ab Juli Fünf-Euro-Tickets für Menschen an, die sich einen Besuch der Show sonst nicht leisten könnten. Ein Nachweis der „Bedürftigkeit“ ist nicht erforderlich – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27799084 ©2017

Wenn wir nicht mehr wissen, wie wir mit Menschen umgehen können, denen schlimme Dinge widerfahren, wenn wir glauben, dazu erst studierte Psychologen zu Rate ziehen zu müssen (die ihre eigene Hilflosigkeit angesichts eines ungerechten Schicksals nicht einmal erkennen), oder wenn uns selbst nichts anderes als psychologische Trivialismen dazu einfallen (da wir bitteschön in Ruhe gelassen werden wollen), dann sollten wir den Laden vielleicht besser dicht machen, oder?

Beteiligt sind Gartenaktivist_innen jedweden Alters und unterschiedlicher Herkunft. Kinder, Erwachsene, Senior_innen – alle schätzen den Garten als einen Freiraum, einen Möglichkeitsraum, einen Lernraum, als ein gärtnerisches, kulturelles wie soziales Experimentierfeld.

Als Performer und Inklusionsbotschafter möchte ich einen Workshop einführen für Tänzerinnen und Tänzer an Tanzschulen und Universitäten. Tänzerinnen und Tänzer lernen im Studium viel Bewegungstechnik, aber es fehlt ihnen der Umgang mit eingeschränkten Körpern.

Lesetipp zum bedingungslosen Grundeinkommen

Meine Perspektive auf das Grundeinkommen – ein Beitrag von Baukje Dobberstein

Ich stelle mir immer wieder die Frage, worein ich meine Lebenszeit investiere. Ob ich als Psychotherapeutin mehr Depressionen heilen könnte, als ich mit Grundeinkommen verhindern kann?

Baukje Dobberstein arbeitet als Ärztin und Psychotherapeutin. Jeden Tag wird sie damit konfrontiert, dass das Arbeits- und Sozialsystem die Menschen krank macht: Diejenigen, die schon arbeitslos sind, aber auch alle anderen, die Arbeitsbedingungen akzeptieren die sie krank machen, weil sie Angst vor einem repressiven Sozialsystem haben. Deswegen tritt sie für das Bedingungslose Grundeinkommen ein und schreibt auf ihrem Blog regelmäßig über das Thema. Sie lebt in Hannover.

Lesetipps

  • Geld macht Gesund | Garantiertes Grundeinkommen? Kanada wagte einen grossen Versuch. Die Ergebnisse blieben 30 Jahre unter Verschluss. Von Peter Haffner

Wird die Armut gelindert, sinken die Kosten im Gesundheitswesen so deutlich, dass ein garantiertes Mindesteinkommen zum Sparprogramm wird.

Stell Dir vor, Du könntest mit jedem Händewaschen oder Geschirrspülen gleichzeitig etwas Gutes tun. care2share macht das möglich: Wir bringen die Kultur des Teilens mit dem täglichen Konsum zusammen. Und zwar mit hochwertigen Produkten für die Körperpflege und den Haushalt. Unser erstes Produkt ist eine vegane Naturkosmetik Flüssigseife. Von jeder verkauften Flasche geht ein fester Anteil an lokale, soziale Initiativen. Gut für Dich. Gut für andere.

Lesetipps

“Gleichberechtigte Teilhabe geht anders. Ich will lieber Geschichten hören, wie beide Seiten von der Zusammenarbeit lernen, sich entwickeln, gemeinsam profitieren und gleichberechtigt zusammenarbeiten.”

“Er nahm das Gespräch zum Anlass, uns alle aufzufordern, ganz grundlegend über Fragen wie “In welcher Gesellschaft wollen wir leben?, “Müssen wir nicht den Begriff des Kapitals neu definieren?” “Was passiert mit einem System, wenn ihm das Feindbild abhanden kommt?” “Brauchen wir Räume, die frei von kommerziellen Marktmechanismen sind?” nachzudenken … Die Fragestellungen seines geplanten Instituts. Mich werden diese Fragen weit über seinen Tod hinaus beschäftigen und ich werde weiter in seinem Sinne das Netzwerk und die darin liegende kollektive Intelligenz als Problemlöser nutzen.”

“Niemals zuvor spürte ich solch tiefe Verbundenheit. Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst Du das Leben einer Person ändern, zum Guten oder zum Bösen.”

Lesetipps

“Suche Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, gerne Kohle, bis 400 warm.”

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“Arbeit, die systematisch unsichtbar gemacht wird, gerät logischerweise auch aus dem Blick politischer Verhandlungen, gilt als unwichtig, vernachlässigbar. Deshalb macht das Netzwerk Care-Revolution den ersten Mai zum „Tag der unsichtbaren Arbeit“. Geplante Aktionen in diesem Jahr sind:
*Frankfurt am Main, 9.30 Uhr, Günthersburgpark
*Berlin, 10 Uhr, Hackescher Markt
*Freiburg, 11 Uhr, Stühlinger Kirchplatz
*Hamburg, 11 Uhr, Rödingsmarkt”

 

Teilhabe für alle?! Haben wir doch schon. Oder etwa nicht?

inklusion
Foto: CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright | Wikipedia

Dies ist ein Gastbeitrag von Matthias Keitzer, der die Online-Petition “Teilhabegesetz JETZT!” gestartet hat. Keitzer knüpft damit direkt an die mit großer Resonanz von Constantin Grosch initiierte Petition “Recht auf Sparen und gleiches Einkommen” und die von Ottmar Miles-Paul koordinierte Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz an.

Hier der Text von Matthias:

Hallo liebe Blogger/innen,

ich bin kürzlich auf eine Unterschriften-Aktion von www.teilhabegesetz.org gestossen und habe mich daran gestört, dass diese nur auf dem postalischen Weg gehen soll. Daher habe ich mich entschlossen, eine Online-Petition zu starten!!!

Das Teilhabe-Gesetz soll eine Reform der bisherigen Eingliederungshilfe im SGB IX darstellen, die veraltete Strukturen und Regelungen verändern und der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht werden. Dazu gehört auch die bereits vielfach diskutierte Regelung, wonach Menschen mit Behinderungen sich erst verarmen müssen, bevor sie staatliche Unterstützung beanspruchen können.

Desweiteren ist es eminent wichtig, dass es endlich eine bundesweite Regelung in vielen Bereichen gibt; es ist ein Unding, dass das Blinden- und Gehörlosengeld von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist! Insbesondere das Gehörlosengeld ist ein Skandal, hier wird es besonders drastisch; die Spanne geht von NULL bis 126 Euro monatlich. Diese Leistung wird aber nur Gehörlosen gewährt, die vor ihrem 7. Lebensjahr bereits ihr Gehör verloren haben; Hochgradig Schwerhörige und Ertaubte bleiben aussen vor! Schließlich sind die Kosten für Gebärdensprach- bzw. Schrift-Dolmetscher kürzlich um 30 % auf 75 Euro pro Stunde gestiegen!

Zu den anderen Behinderungsarten will ich mich nicht äußern, da mir dazu die Sachkenntnis fehlt. Hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang aber unbedingt auf die unter teilhabegesetz.org gelisteten Beispiele alltäglicher Benachteiligungen.  Diese liefern einen kleinen Einblick in die Schwierigkeiten, mit denen sich Betroffene aufgrund der aktuellen Gesetzeslage herumschlagen müssen. Jedenfalls sind in allen Bereichen Verbesserungen vorgesehen!

Warum TEILHABE-GESETZ JETZT!? Die Disskussion läuft seit Jahren und unsere sozialdemokratische Sozialministerin Andrea Nahles sprach kürzlich in einem Fernseh-Interview von sportlichen Anstrengungen bei der Umsetzung der Pläne zum neuen Teilhabe-Gesetz. Ich möchte mit der Online-Petition ihr und ihren Kollegen im Bundestag und Landesregierungen einen ordentlichen Adrenalin-Schub verordnen! Dies gelingt nur mit möglichst breiter Unterstützung in Form einer Unterzeichnung folgender Online-Petition:

Zur Petition: Teilhabegesetz JETZT!

Hashtag: #THGjetzt

Hoffe auf eine rege Beteiligung und Unterstützung! Bitte auch alle Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen informieren! Wenn Vielfalt wirklich gelebt werden kann, kommt das letztlich uns allen zugute.

Dieser Text  steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz und kann komplett oder in Ausschnitten verwendet werden. Über eine Verbreitung in anderen Blogs, Selbsthilfeforen wie auch über die gängigen Social-Media-Kanäle (ja, auch Facebook!) möchten wir uns schon jetzt bei allen Unterstützer*Innen bedanken.