Kategorie-Archiv: Soziales

Rettungsschirme für Menschen…

statt für Banken! Umbrella Peace Art ist eine Kunstaktion von Ute Bella Donner.  Die folgende kleine Foto-Reportage entstand gestern bei einem Spaziergang am Alex, Nähe Neptunbrunnen. Das war wirklich ein schöner und kreativer Nachmittag mit viel Sonnenschein und interessanten Gesprächen. Mitmachen (Schirme bemalen, reden, singen, lachen, trommeln, musizieren, Straßenmalerei…) kann  man immer samstags 14.00 – 20.00 Uhr, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Gestern gab´s musikalische Unterstützung von Caro und Mia und Live-Streaming war auch vor Ort. Weitere Infos bei Facebook .

Ort: zwischen dem Roten Rathaus und Neptunbrunnen – direkt vorm Bauzaun.

Hier treffen Protest und Kunst aufeinander und verschmelzen zu einem kreativen Mahnmal:

“Rettungsschirme für Menschen statt für Banken”

Diese Kunstaktion in Berlin, bei der Schirme mit Symbolen für Frieden und Gerechtigkeit bemalt und mit gesellschaftskritischen Botschaften beschriftet werden, bringt die Künstler mit den Passanten ins Gespräch und lässt diese an der Entstehung des Kunstwerkes aktiv teilhaben und selbst zu Künstlern werden.

Es geht um die Botschaft, dass nicht Banken sondern Menschen Rettungsschirme benötigen.

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Arm durch Eingliederungshilfe

Ich veröffentliche hier einen Text von Constantin Grosch, der sich auf eine Antwort der Bundesregierung zum Thema “Einkommens- und Vermögensanrechnung von Menschen mit Behinderungen” bezieht. Constantin hat vor einiger Zeit eine Petition zu diesem Thema gestartet, die von über 120.000 Menschen mitgezeichnet wurde. Wer nicht “am Thema dran ist” , findet den Text vielleich zu lang und das Thema “unbequem”. Daher ist es um so wichtiger, diesem Thema zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Worum es im Kern geht, wird duch folgendes Zitat deutlich:

Jeder Mensch mit Behinderung ist, sofern er die Behinderung seit der Geburt hat, ein geborener Sozialhilfeempfänger – vom ersten bis zum letzten Atemzug. Alleine diese Tatsache müsste schon ausreichen um den Gesetzgeber zu einer Änderung zu veranlassen und eine Diskriminierung durch die aktuelle Gesetzeslage zu bejahen.

Hier der komplette Wortlaut:

Am 13.03.2014 stellte die Abgeordnete Rüffer gemeinsam mit ihrer der Grünen-Bundestagsfraktion eine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema “Einkommens- und Vermögensanrechnung von Menschen mit Behinderungen”, wogegen sich ja u.A. auch meine Petition richtet.

Zwischenzeitlich erreichte Sie die Antwort (inkl. Anlage) der Bundesregierung.

Zu jener Antwort habe ich eine Einschätzung geschrieben. Nur so viel in Kurz: Die Antworten zeigen, dass sich zumindest momentan scheinbar niemand bewusst ist, warum dieses Thema für so viel Wirbel sorgt.

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Lesetipps zum Thema Inklusion

  • Raul hat darüber nachgedacht, warum es mit der Inklusion gefühlt so schleppend voran geht und einen interessanten Artikel geschrieben: Mein ungutes Gefühl
Wie eine fürsorgliche Mutter säuselt die Politik ihre Fantasien von “Inklusion” und “Teilhabe” in unsere Ohren. Wir werden akribisch verwaltet und mit Sozialprivilegien überhäuft. So bleiben die meisten von uns, ohne aufzumucken, in ihrer Opferecke. Schicksalsergeben, so kennt man Behinderte. Aber ich will kein Gnadenbrot und brauche keine freien Museumseintritte als Trostpflaster, sondern ich möchte weiter ernst genommen werden. Ich bin krank, aber nicht kopflos. Das ist der Grund für meine Bewerbung als Behinderte. Es ist ein Selbstversuch.

 

Wir brauchen mehr Anerkennung für pflegende Angehörige

Logo_nischenT_quadrat_far_2_88x88Claudia Groth, Vorsitzende des Kinder Pflege Netzwerks hat anlässlich eines Vortrages zum Auftakt der zweiten Woche der pflegenden Angehörigen und zur Verleihung des “Pflegebären” in Berlin am 23.09.2013 die Frage beantwortet »Wie wichtig ist Anerkennung für pflegende Angehörige?«.

In Deutschland gibt es leider generell keine ausgeprägte Anerkennungskultur. „Well done!“ oder „Good job!“ geht den Amerikanern viel leichter über die Lippen als den Deutschen ein „gut gemacht“. Aber nicht nur im Anerkennen haben wir Nachholbedarf, sondern auch im Annehmen einer uns entgegen gebrachten Anerkennung. Das merke ich an mir selbst; Lob ist mir fast unangenehm, obwohl ich mich dann doch irgendwie freue. Und das bemerke ich auch bei anderen: bis hin zu einem Tränenausbruch vor Rührung habe ich schon fast alles erlebt, wenn ich jemandem sage: ich finde, Du machst das toll und ich bewundere Dich für Dein Engagement und Deine Kraft.

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