nischenTHEMEN unterstützen

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Es gibt viele Themen, die ungehört in Nischen schlummern. Diese Themen sind häufig unbequem und wenig „sexy“. In der klassischen Berichterstattung kommen sie kaum vor. Nicht selten geht es um Einzelfälle: Menschen, die massive Probleme haben, aber nicht wissen, wie sie Hilfe bekommen könnten. Aber auch Personen und Gruppen, die sich bereits engagieren, jedoch noch zu wenig Gehör bekommen. Wenn es z.B. um Inklusion, Teilhabe für alle geht, dann gibt es noch viel zu viele “blinde Flecken”. Dies gilt es zu ändern.

nischenThema ist ein loses Netzwerk engagierter Blogger*innen. Wir geben gern  solchen von den klassischen Medien vernachlässigten Themen Raum für Veröffentlichungen und Verlinkungen.

Mitmachen kann jede*r. Folge dem Twitter-Account: Nischenthema. Verlinke zu einem NischenThema, um es für die Gesellschaft sichtbarer zu machen. Teile diese Themen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken!

Blogs, die gelegentlich oder regelmäßig auch über “vernachlässigte” Themen berichten, Blogger*Innen, die aus eigener Erfahrung Aufklärungsarbeit leisten, liste ich hier mal in zufälliger Reihenfolge auf. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungen sind Willkommen. :-)

anderstark
#beHindernisse
grosch.co
Offene Plattform
politgirl
Mein Augenschmaus
Behindertenparkplatz
patchworkhof
kinderpflegenetzwerk
notquitelikebeethoven
raul.de
dasfotobus
holyfruitsalad
blindpr
aspergerfrauen
Blind-Text
ichkennesiedoch
Mein Wa(h)renhaus
kreativundgnadenlos
quergedachtes
ennomane
Intensivkind
Zellmi u.a. mit Angst ist ein Arschloch

Das NischenThema-Logo kann man hier herunterladen.

Ein Gedanke zu „nischenTHEMEN unterstützen

  1. 25000 MENSCHEN FORDERN DAS BUNDESTEILHABEGESETZ JETZT

    Am 1.5.15 endete die überaus erfolgreiche Petition „Teilhabegesetz JETZT!“ mit nahezu 23500 Unterschriften. Die zweite Petition https://www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt-2 wurde direkt nach dem Ende der Ersten gestartet und knüpft nahtlos mit weiteren 1250 Unterschriften an.

    In Deutschland leben etwa 7,5 Millionen Menschen mit Behinderungen. Ein Teil dieser Bevölkerungsgruppe ist auf personelle, technische und vor allem finanzielle staatliche Hilfen angewiesen.

    Diese Menschen benötigen Hilfe in Form von Gebärdensprach- bzw. Schrift-Dolmetschern bis zu 24-stündigen Assistenzen, die sie oftmals nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können und auch nicht sollten, da dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

    Leider ist Deutschland hier noch ein Entwicklungsland! Zwar hat Deutschland sich 2009 in der Zeit der letzten Großen Koalition der UN-Behindertenrechtskonvention angeschlossen und verpflichtet, für umfassende Teilhabe der Menschen mit Behinderungen zu sorgen. Die schwarz-gelbe Koalition in den Jahren 2009-2013 hat sich dem Versprechen jedoch nicht verpflichtet gefühlt, erst die neuerliche große Koalition verfolgt dieses Thema wieder mit der gebotenen Aufmerksamkeit. Kürzlich fand in Genf vor der UN eine vielbeachtete Prüfung statt, inwieweit Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt hat. Das Ergebnis für Deutschland war mehr als niederschmetternd.

    Die momentane Rechtslage gewährt Menschen mit Behinderungen staatliche Unterstützung in vielen Bereichen. Dennoch ist die Situation unbefriedigend bis skandalös. So verwehrt man Menschen mit Behinderungen das Recht auf eine unbeschwerte Ehe bzw. Lebenspartnerschaft, da Ehe- bzw. Lebenspartner bei Inanspruchnahme staatlicher Hilfen herangezogen werden. Dank guter Ausbildungsmöglichkeiten können Menschen mit Behinderungen oftmals auch einen gut bezahlten Job annehmen und so der Gesellschaft einen Beitrag leisten.
    Doch durch die unsinnige Regelung, dass ein Hilfeempfänger nicht mehr als 2600 EURO auf seinem Konto haben darf, wird diesem jede Motivation genommen, seine für die Gesellschaft wertvolle Arbeitskraft einzusetzen. Ebenso sind davon erwerbsunfähige Menschen mit Behinderungen betroffen, die beispielsweise Erbschaften antreten.
    Diese Menschen können sich nicht mal einen Betrag ansparen, zum Beispiel für die Anschaffung eines Pkw’s oder eine große Urlaubsreise; beides gehört unbestritten ebenso zur Teilhabe eines Menschen in Deutschland!

    Die momentane Bundesregierung hat sich dieser Herausforderung, die dafür zuständige Ministerin Andrea Nahles nannte es im Mai 2014 sogar sportliche Herausforderung, angenommen und eine ministerielle Kommission unter Beteiligung verschiedener Behinderten-Verbände eingesetzt. Nach der derzeitigen Planung soll im Sommer ein erster Referentenentwurf vorliegen, der dann zur parlamentarischen Beratung im Bundestag vorgelegt wird. Dennoch ist selbst die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Vera Benthele, mit dem Verlauf der Beratungen nicht zufrieden und äußerte kürzlich ihre Bedenken in einem Interview.

    Um diesen sogenannten „sportlichen Herausforderungen“ den erforderlichen Adrenalin-Schub zu verordnen hat Matthias Keitzer aus Berlin, selbst schwerstbehindert, Jurist und Polit-Aktivist, eine weitere Onlinepetition mit gleichem Inhalt ins Leben gerufen, da das Petitionsportal nicht bereit war die laufende Petition zu verlängern.

    Da aber die politische Debatte gerade an Fahrt aufnimmt ist es wichtig, dass nun die neue Petition unterstützt wird. Gleicher Titel, gleiche Adressaten, gleicher Inhalt der Onlinepetition „Teilhabegesetz JETZT!“ https://www.openpetition.de/petition/online/teilhabegesetz-jetzt-2
    Desweiteren wird die Petition von über 50 Verbänden und einer Facebook-Gruppe der aktiven MithelferINNEN unterstützt, die über 1000 Mitglieder hat. Jede(r), die/der sich dieser Gruppe anschliessen will, ist Willkommen! https://www.facebook.com/groups/264644117060328/
    Außerdem wurde eine Facebook-Veranstaltung ins Leben gerufen mit ebenfalls bereits über 1400 Zusagen und fast 7000 offenen Einladungen! Auch hier ist jeder Willkommen und seine Freunde einzuladen: https://www.facebook.com/events/391153541083812/

    Diese Petition benötigt eine breite Unterstützung, um den Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zur Teilhabe zu ermöglichen, wie auch ihre Arbeitskraft zum Wohle unserer Gesellschaft einzusetzen. Deutschland hat es nicht verdient als Entwicklungsland im Bereich der Gesellschaftspolitik zu gelten und den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention nicht gerecht zu werden.

    Dieser Text steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz und kann komplett oder in Ausschnitten verwendet werden. Über eine Verbreitung in anderen Blogs, Selbsthilfeforen wie auch über die gängigen Social-Media-Kanäle (ja, auch Facebook!) würden wir uns freuen.

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