Besinnliches Beisammensein oder hektisches Nichts?

Freitag, Dezember 28th, 2007

(angeregt durch „Miteinander reden?“ sowie weitere Betrachtungen Claudia Klingers zum alljährlichen Weihnachtsfest.)

„In den Bereich des Zusammenseins gelangen - das ist es wohl, was wir mittels des Sprechens wollen, aber durch bloßes Gerede allzu oft selbst verhindern.“

Das erinnert mich an eines dieser frustrierenden Familientreffen irgendwann um die Weihnachtszeit. Es schien für solche Treffen immer dieselbe Regieanweisung zu geben, nach der sich alle Beteiligten völlig albern bewegten. Ich besuchte solche Veranstaltungen, wenn überhaupt, nur mit größtem Unbehagen als Pflichterfüllung, weil mir andernfalls ärgerliche Auseinandersetzungen drohten.

Ich habe einfach keine Lust auf solche festgefahrenen Rituale wie z.B. ein Weihnachtsfest mit Geschenken, die eigentlich niemand braucht. Selbst dieses feierliche Getue beim Zusammensitzen bei Kaffe und Kuchen um teure Sammeltassen geht mir tierisch auf den Geist. Es fühlt sich für mich so an, als versuchten alle Beteiligten damit einen längst verflogenen Glücks-Zustand herbei zu zelebrieren. Und das gelingt natürlich nicht. mehr »

Entspannung pur und ein alter Koffer im Keller

Mittwoch, September 12th, 2007

Es ist kaum zu glauben: wenn man mal von einigen wenigen Radtouren ins Umland absieht, bin ich ganze 3 (!) Jahre lang nicht mehr aus Berlin herausgekommen. Diese Zeit war für mich aber auch erfreulich arbeitsintensiv und irgendwie fehlte es immer am festen Entschluß für einen längeren Urlaub jenseits des eigenen Gartens und OHNE Internetverbindung.

Hinzu kam, dass ein unerwarteter Umzug aufgrund von Schimmelbefall in unserer schönen Wohnung am Stadtrand, die wir ja gerade erst bezogen hatten, zusätzlich Zeit, Geld und Energie beanspruchte. Wir haben versucht, das Beste aus der Situation zu machen und den erneuten Umzug dazu genutzt, uns von noch mehr Dingen zu trennen, die wir nicht brauchen. Carola hat kistenweise Bücher aussortiert und verschenkt. Bei mir hatten sich im Laufe der Zeit viel zu viele Ordner mit Unterlagen von Fortbildungen, die ich einmal besucht hatte, angesammelt. Auch Projekte, die ich mal betreut hatte oder solche, die im Sande verliefen, wollte ich nicht mehr in Papierform archivieren. Das Gute an dem zusätzlichen Umzug war ein weiteres Entschlacken unseres Alltagskrempels verbunden mit dem Schaffen neuer Freiräume. So erlaubt z.B. die kleinere Wohnung mit günstigerer Miete nun auch wieder gelegentliche Auszeiten aus dem Job und mehr Beschäftigung mit der Fotografie und hoffentlich bald auch wieder dem regelmäßigen Trommeln. mehr »

Ich bin optimiert

Montag, August 13th, 2007

Herrlich! Ich habe soeben einen Anruf von der Telekom erhalten. “Wir sind dabei alle unsere Kunden zu optimieren!” (* - Staun - *) Nach einem kurzen Smalltalk entschuldigt sich die Anruferin mit den Worten. “Ach so, Sie sind dann wohl schon optimiert.”

Mehr zu diesem Thema unter “Danke, ich komme klar.”

Über Staubsaugerbeutel und den toten Winkel

Donnerstag, Dezember 25th, 2003

Internet ermöglicht es mir, sehr schnell alle möglichen Informationen zu recherchieren. Dabei interessieren mich derzeit vorrangig die Bereiche Programmierung, Büromanagement und Fotografie. So bewege ich mich also per Mausklick mehrmals die Woche virtuell zwischen verschiedenen Fach-Foren hin und her oder lasse mich von seelenfarben.de oder der fotocommunity.de mit Vergnügen verführen.

Dank DSL, neuer Rechenpower und Flatrate blättere ich seit kurzem in Foto-Web-Seiten ähnlich komfortabel und entspannt, wie in einem echten Foto-Album. Und dann bemerke auch ich dieses Phänomen der digitalen Fotografie, die mitunter Bilder liefert, bei denen man hinterher am Monitor mehr Details erkennt, als man vorher real wahrgenommen hatte. Aber irgendwie ist es schon verrückt, wie schnell sich alles entwickelt, verändert - das eben erst erworbene Equipment gleich wieder musealen Charakter annimmt. mehr »

Die Magie des Loslassens oder weniger ist Meer…

Dienstag, Februar 25th, 2003

Sie sind sehr selten diese magischen Momente des Alltags, doch seit einiger Zeit tauchen sie immer häufiger in meinem Leben auf. Ich erinnere mich noch genau wie sich anfänglich immer der Verstand einschalten wollte, um mit Worten wie: - DAS GIBT’S DOCH GAR NICHT - jede Magie totzuschlagen. Inzwischen weiß mein Verstand - er hat da nichts mehr zu suchen und so kann ich mich solchen Momenten nun unbeschwert und voller Staunen hingeben, wie das auch gestern geschah. mehr »