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Nischenthemen über Gastbeiträge in Blogs unterstützen

Es gibt viele Themen, die ungehört in Nischen schlummern. Diese Themen sind häufig unbequem und wenig „sexy“. In der klassischen Berichterstattung kommen sie kaum vor. Nicht selten geht es um Einzelfälle: Menschen, die massive Probleme haben, aber nicht wissen, wie sie Hilfe bekommen könnten. Aber auch Personen und Gruppen, die sich bereits engagieren, jedoch noch zu wenig Gehör bekommen. Warum sollte man diesen Themen nicht auch in den eigenen Blogs mehr Raum geben und damit die dringend benötigte Aufklärungsarbeit unterstützen.

Wenn es um Inklusion, Teilhabe für alle geht, dann gibt es noch viel zu viele “blinde Flecken”. Dies gilt es zu ändern.

Verlinke zu einem NischenThema, um es für die Gesellschaft sichtbarer zu machen. Teile diese Themen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken! Mitmachen kann jede*r.

Blogs, die gelegentlich oder regelmäßig auch über “vernachlässigte” Themen berichten, Blogger*Innen, die aus eigener Erfahrung Aufklärungsarbeit leisten, liste ich hier mal in zufälliger Reihenfolge auf:

anderstark
aspergerfrauen
Behindertenparkplatz
Offene Plattform
politgirl
Mein Augenschmaus
patchworkhof
kinderpflegenetzwerk
notquitelikebeethoven
raul.de
dasfotobus
holyfruitsalad
blindpr
Blind-Text
ichkennesiedoch
Mein Wa(h)renhaus
kreativundgnadenlos
quergedachtes
ennomane
Intensivkind
grosch.co

Ergänzungen sind willkommen. :-)

Die Bereitschaft zum Zuhören

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Über die Bereitschaft zum Zuhören schreibt Brigitte Reiser bei nonprofits-vernetzt:

Kern einer jeden Social Media Strategie muss das Zuhören sein und die Bereitschaft, in einen Dialog einzutreten. Wer im Internet nur Informationen sendet, aber keinen Dialog führt, nutzt die Potentiale des Mediums nicht adäquat bzw. transportiert seine traditionellen Kommunikationsformen in ein Umfeld, das eigentlich andere Chancen böte.

Wer mit einer monologischen Haltung ins Netz geht, wird vielleicht nicht scheitern, aber den Mehrwert des Internets nicht ausschöpfen können.

Rede darüber, gern auch anonym. Lass uns in Dialog kommen. [UPDATE 7]

Auf der Offenen Plattform gibt es eine extra Rubrik “Chronisch Krank”. Dort kann jeder bloggen, der etwas zum Thema zu sagen hat. Gern auch anonymisiert. Aus einigen Patientenforen und Selbsthilfegruppen gibt es bereits erstes positives Feedback zu diesem Angebot. Viele finden es wichtig, bestimmte sensible Themen auch einmal außerhalb der geschützten Foren zu diskutieren, obwohl es generell auch eine große Zurückhaltung bei dem Thema Krankheit und Öffentlichkeit gibt. Aber nur im Dialog mit Gesunden, Arbeitskollegen, Bekannten oder Freunden, kann mehr Verständnis füreinander und damit auch Solidarität untereinander wachsen.

Wir laden Patientenvereinigungen dazu ein, einen eigenen Account auf der offenen Plattform zu bekommen, über den sie Beiträge posten können (z.B. Artikel aus ihren Newslettern). Weiterlesen

In Dialog kommen übers Internet? [UPDATE 3]

Ein Beispiel: abgeordnetenwatch.de

Abgeordnetenwatch ist eine Internetplattform, die seit Dezember 2004 existiert und auf der jeder, der Lust hat, Fragen online an Europa- oder Bundestags-Abgeordneten stellen kann. Da mich das Thema “Grundeinkommen” seit einiger Zeitinteressiert, hatte ich es als Google Alert abonniert und bekam auf diese Weise vor kurzem einen Hinweis auf die Website abgeordnetenwatch.de auf der es mehrere Beiträge zum Thema “bedingungsloses Grundeinkommen” gab und so wurde ich neugierig auf die Meinungen der Abgeordneten und die Website und bin dem Link gefolgt.

Der erste Eindruck von der Website: Ich finde sie technisch, grafisch und logisch gut aufgebaut; die dort gezeigte Werbung kann man, wenn sie einen stört, ausblenden. Gleichzeitig erscheint ein Hinweis, dass die Werbeeinnahmen wieder dem Projekt zugute kommen. Ein Login wird zur Teilnahme an der Plattform nicht verlangt. Die Fragen werden moderiert. Je nach Fragenaufkommen und Tempo der Abgeordneten, kann es nur wenige Stunden oder manchmal auch einige Tage dauern, bis die Antwort vorliegt. Also habe ich mich eine Weile durch die Fragen und Antworten verschiedenster Themen gelesen. Dabei fiel auf: die Fragen fand ich oft sehr interessant, die Antworten der Abgeordneten dagegen oft ausweichend formuliert.

Dann habe ich mir mal die Entstehungsgeschichte angeschaut, bzw. nach der Idee oder dem Ziel von abgeordnetenwatch.de gesucht und folgendes gefunden: (Zitat von der Website): Weiterlesen