Schlagwort-Archiv: Mitgestalten

Lesetipps zum Wochenende

Interessantes Gespräch über das bedingungslose Grundeinkommen zwischen Ina Praetorius und Ueli Mäder, Professor für Soziologie an der Universität Basel. Unter anderem geht es um eine der großen kollektiven Fehleinschätzungen unserer Zeit, nach der es Leistung eben nur gegen Lohn gebe – und umgekehrt.

Wer umweltschädlichen Ramsch erzeugt, scheint die Wertschöpfung zu erhöhen und einen Lohn in Franken und Rappen zu verdienen. Wer Kinder betreut, erhält am Muttertag einen Blumenstrauss.


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Ein Aufruf gegen diese nervige und energieraubende Daueraufgeregtheit im Netz: Macht das Social Web wieder sozial!  Ob er was bewirkt?

Wie es besser ginge? Warum nicht einfach mal Optimierungspotenzial und Lösungen aufzeigen, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen und sich lustig zu machen?


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Das Team vom Piraten Talk hat ein neues Format entwickelt, das für viele interessant sein dürfte, die von den gängigen Talk-Show-Formaten nur noch frustriert sind oder deren Themen in der klassischen Berichterstattung kaum vorkommen. Ich wünsche diesem Format mit dem charmanten Untertitel “Tiefgang” gute Resonanz und viele Unterstützer*innen.

Unser Anspruch: Pirat*innen mit unterschiedlichen Haltungen und Erfahrungen sowie Nicht-Pirat*innen miteinander ins Gespräch zu bringen. Uns ist es wichtig,
gesellschaftlich wichtige Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln tiefer zu
beleuchten.

Wie geht das mit der direkten Demokratie?

Nach vorläufigem endgültigem Ergebnis ist der Volksentscheid vom 3.11.2013 über die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung nicht zustande gekommen, da das Quorum nicht erreicht wurde. Dazu hätten 25% der Abstimmungsberechtigten mit “Ja” stimmen müssen. Es waren aber nur 24,1%. Das Ergebnis ist denkbar knapp und für die Initiatoren entsprechend frustrierend. Von den Teilnehmer*innen der Abstimmung machten immerhin 83% ihr Kreuz bei “Ja” und stimmten damit deutlich für den Vorschlag der Bürgerinitiative. Doch das ändert an der Sache nichts.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Thema gut beworben wurde. Noch am Abend vor der Abstimmung bekam ich auf dem Weg zum Bahnhof einen Aufkleber “Netz oder nie!” in die Hand gedrückt. Wer sich zum Volksentscheid informieren wollte, hatte dazu im Vorfeld viele Möglichkeiten. Allerdings braucht es auch ein wenig Zeit, um sich durch die Pro- und Contra-Argumente durchzulesen. Wäre die Beteiligung am Volksentscheid höher gewesen, wenn am Tag der Bundestagswahl hätte abgestimmt werden können? Geht das Interesse am Thema verloren, weil die Zeitspanne zwischen vorangegangenem Volksbegehren (Antrag dazu erfolgte im Juni 2012) und Volksentscheid zu groß ist? Ist die Politikverdrossenheit so groß, dass sie eine “Wir-können ja-doch-nichts-ändern-Mentalität” bestärkt? Sind die vorhandenen Möglichkeiten zur Mitbestimmung ungeeignet* oder zu kompliziert? Was genau ist überhaupt ein Quorum?

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Am 3.11. zur Abstimmung gehen – Volksenscheid für unsere künftige Energieversorgung

Es hat mich sehr geärgert, dass die Abstimmung zum Volksentscheid nicht bereits mit der Bundestagswahl stattfinden konnte. Hier nochmal ein Erklär-Video:

Wer nach Argumenten sucht, findet hier vielleicht das Richtige: http://berliner-energietisch.net/argumente

Oder bei Twitter https://twitter.com/energietisch, Facebook: https://www.facebook.com/berliner.energietisch oder der taz:  http://bewegung.taz.de/organisationen/berliner-energietisch/ueber-uns

Interessant auch: Wie funktioniert ein Volksentscheid?

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Über den Tellerrand geschaut

Die Zukunft der Menschen und der Erde ist aufs Engste damit verknüpft, dass Alle an der Gestaltung des Zusammenlebens beteiligt sind und Verantwortung persönlich erlebbar ist. Michael von der Lohe, Initiator “Der Aufrechte Gang

“Der Aufrechte Gang” – Finale from OMNIBUS on Vimeo.

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Wheelmap.org verschenkt noch 50 Rampen.

“Wer kennt Multiplikatoren im Einzelhandels- oder Gastronomiebereich, die auf unsere Aktion Läden und Lokale aufmerksam machen können?
Dann schickt ihm dieses 3-Minuten-Formular: Bitte weitersagen! “

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Zukunft mitgestalten

cyw-300x106Du betreibst einen Blog und willst dich mit anderen BloggerInnen vernetzen? Gemeinsam mit ihnen die Zukunft gestalten? Dann bist du hier jetzt genau richtig.

Eine Blogparade und ein BarCamp, finden im Zuge des CREATE YOUR WORLD Festivals in Linz statt.

Wie funktioniert eine Blogparade?
Du schreibst einen Beitrag in deinem Blog in dem die nachstehenden Fragen beantwortet sind, verlinkst auf den Ursprungsbeitrag und postest den Link dazu als Kommentar unter den Artikel. Wenn du keinen eigenen Blog hast, kannst du die Fragen auch direkt als Kommentar hinterlassen. Am Ende, also am 5. September, werden alle Beiträge zusammengefasst und es wird wieder auf deinen Beitrag verlinkt.

Fragen:

Kann bloggen die Welt verändern?
Worüber bloggst du und warum interessiert das jemand?
Was können BloggerInnen bewirken?

Kann ein barcamp positiv in die Zukunft wirken?
Warst du schon mal auf einem barcamp? Was ist das besondere dabei? Was sollte deiner Meinung nach am create your world – barcamp besprochen werden?

Welche Zukunfts-Mitgestaltungsmöglichkteiten siehst du allgemein bzw. in deinem direkten Umfeld?
Gibt es neue Technologien oder andere Entwicklungen die mehr Partizipation ermöglichen oder diese gar fördern? Wie werden diese eingesetzt und fallen dir andere Einsatzmöglichkeiten ein?

Hash-Tag bei Twitter #cywbarcamp
Deadline: 5.9.2011

Quelle:  create your world via offene Plattform

 

Barcamp und Blütenträume – mein Besuch beim UrbanCamp in Hamburg

Am vergangenen Wochenende (3.-5. September 2010) fand im Werkheim in Hamburg, das erste UrbanCamp statt.

UrbanCamp in Hamburg, zeigt Eingangsschild am EmpfangDas UrbanCamp ist nach dem Prinzip eines klassischen Barcamps ( sog. Unkonferenz) organisiert. Das heißt, es wird weder unterschieden zwischen Referenten und Zuschauern noch gibt es einen festen Zeitplan oder feststehende Themen. Die Teilnehmer(innen) entscheiden jeweils spontan, worüber sie selbst sprechen und an welchen Sessions sie teilnehmen wollen. Mögliche Sessions können im Vorfeld, meist in einer begleitenden Plattform, schon mal vorgeschlagen und andiskutiert werden. Diese Idee hat ihren Ursprung darin, dass auf klassischen Konferenzen das wirklich Spannende meist in den Pausen geschieht! Warum also nicht gleich eine Veranstaltung machen, die nur aus Pausen besteht. ;-)

Mitmachen ist angesagt.

Beim UrbanCamp gab´s aber noch eine Besonderheit. Es blieb nicht nur dabei, dass wir diskutierten und einzelne Initiativen (Freiwilligenbörse Hamburg, bienenstaat.net, Zweikampfverhalten e.V., Hometown Glory, Naturschutzbund NABU, Sneep) sich vorstellten. Am Samstag Vormittag hatten wir die Möglichkeit, die teilnehmenden Initiativen vor Ort zu besuchen und dort direkt in die aktuelle Projektarbeit mit einzusteigen oder, wie bei Zweikampfverhalten an einem Workshop im Werkheim teilzunehmen.

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