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“So ist das Internet ja eigentlich auch gedacht.”

Das Netzwerk der Blogpaten sucht weitere Medienpartner, die einmalig oder gern auch regelmäßig über Themen aus unserem Netzwerk berichten und dadurch wichtigen aber meist vernachlässigten öko-sozialen Anliegen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

Bei dieser Gelegenheit möchten ich mich ganz herzlich bei unseren bisherigen Unterstützern bedanken.

Danke für Blogbeiträge
Hauptstadtblog
holy fruit salad
xtranews

Danke für Bannerschaltung
Glocalist
Soziales Dorf
The sunshine
Armutsnetzwerk

Vielen Dank für besonders aktives Networking
politgirl
patchworkhof
offene Plattform
anerkennung-sozial.de
Bürger Blog Blankenheim
Blog smccv
Kinderpflegenetzwerk
notquitelikebeethoven
blindpr

Zu unseren kleinen Vernetzungs-Aktionen erreichte mich neulich folgende Antwort via Twitter:“So ist das Internet ja auch mal gedacht.” Internet – das ist für mich auch immer ein Experimentieren mit neuen Formen der Zusammenarbeit. Ich denke dabei an Menschen, die gemeinsam etwas planen und umsetzen, die Wissen und Erfahrungen schneller als das je zuvor möglich war, austauschen können. Und ich denke an Spontanität und Schnelligkeit, wie auch an Verbindlichkeit und Verlässlichkeit beim Netzwerken. Jeder Beitrag – vom schnellen Retweet bis zur zeitaufwändigeren Recherche – ist hierbei wichtig.

Einige Themen, um die es hier geht, sind eben keine “leichte Kost”. Nicht selten geht es um Armut, Ausgrenzung, Schwierigkeiten mit Behörden oder die Freude über Erreichtes, selbst wenn die Fortschritte nur in winzig kleinen Schritten messbar und so für Außenstehende kaum sichtbar sind.

Themen, die keine “leichte Kost” sind, erfordern ein längeres Hinschauen und sich einlassen. Sie erfordern also das Lesen von mehr als nur einem 140-Zeichen-Tweet, um sich mit einem Anliegen zu befassen. Um so mehr schätzen wir das Engagement derjenigen, die diesen Zeitaufwand nicht scheuen und sich einbringen, sei es in Form von Blogbeiträgen, Kommentaren, Rückfragen oder bei der Suche nach Lösungen. Mit Euch macht Netzwerken Spaß! Vielen Dank dafür.

Lieber Twitterkollege @RegSprecher [Update 2]

In Ihrem Artikel im aktuellen ZEITmagazin Der rasende Regierungssprecher erklären Sie:

Mit Twitter bin ich Chefredakteur und kann weniger beachteten Themen wenigstens die kurzzeitige Aufmerksamkeit meiner Follower verschaffen.

Das finden wir auch!

Mithilfe von Twitter und einem hohen Vernetzungsgrad ist es tatsächlich möglich, weniger beachteten Themen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Prof. Dr. Peter Kruse sagt dazu:

In Netzwerken entfaltet nur Wirkung, was Resonanz erzeugt.
(Quelle: Revolution 2.0: Wie die Netzwerkkultur die Gesellschaft verändert, Folie 51)

Ihr Twitter-Account hat inzwischen über 27.000 Follower und ist damit wie geschaffen dafür, Resonanz zu erzeugen. Und im ZEITmagazin haben Sie eindrucksvoll beschrieben, dass Ihnen das in Ihrer recht kurzen Twittererfahrung bereits bewusst geworden ist.

 

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Vom Internet auf die Straße

Wer mich kennt, der weiß, dass es mir die dezentralen Vernetzungsmöglichkeiten angetan haben. Ich sehe im Web 2.0 viel mehr als nur neue Vermarktungskanäle für Produkte und Dienstleistungen. Das Internet interessiert mich vor allem wegen seiner emanzipatorischen Möglichkeiten. Online-Kommunikation bedeutet für mich weitaus mehr, als das Veröffentlichen von Pressemitteilungen in Blogs. Die Essenz einer guten (Online)-Kommunikation sind Gespräche.

Und genau dabei kann das Internet helfen: Es kann Gespräche zu vernachlässigten Themen wieder aufleben lassen und im günstigsten Fall, wie bei der Aktion Uwe, sogar über eine Verbreitung im Internet solche Themen bis in die klassischen Medien transportieren. Wer sich zu sehr auf die gängigen Begriffe, wie Web 2.0 oder Social Media Newsroom oder Online-Kommunikation konzentriert, der übersieht leicht die eigentliche Bedeutung, die sich ja erst aus dem Zusammenspiel von Internet + technischen Tools + den Akteuren, die irgendwo, aus irgendeiner Motivation heraus etwas bewegen wollen, ergibt. Weiterlesen

Blogpatenschaften – die Idee

“Blogpatenschaften – soziales Engagement vernetzen” wurde im April 2008 von mir als Experiment gestartet. Ich wollte herausfinden, ob und wie es gelingen kann, mit Hilfe von “Web 2.0″-Tools und dezentraler Vernetzung das Internet als Feedback-Kanal für “niedrigschwellige” öko-soziale Themen zu nutzen. Die kleine Präsentation zeigt hierfür einige Beispiele. (Stand Dez. 2009)

Kommentare, Kritik und Hinweise auf Anknüpfungspunkte sind jederzeit willkommen.

Unser neues Demokratiemedium

Dies ist ein Gastbeitrag von Susanne Wiest.

susanne_wiest1Vor einem Jahr noch, habe ich das Internet eher wie eine Bibliothek genutzt. Ab und zu Informationen sammeln und vielleicht mal ein Kochrezept suchen…. e-mails schrieb ich kaum. Vielleicht eine pro Monat. Das änderte sich schlagartig als ich letzten Dezember eine Petititon an unseren Bundestag stellte. Mir wurde gesagt das ginge jetzt auch im Internet und ich schaffte es tatsächlich meine Grundeinkommenspetititon online auf den Weg zu bringen. Anscheinend hatte ich einen Nerv getroffen.

Ich erlebte staunend, wie immer mehr Menschen diese Petition mitunterzeichneten, wie in verschiedenen Foren und Blogs darüber berichtet und aufgefordert wurde mit zu unterzeichnen. Ich erlebte Demokratie. So wie ich sie mir seit langem wünsche. Frei, eigenverantwortlich, zusammen und sehr lebendig. Und ich lernte das Internet kennen.

Austausch, Information, Organisation, Mobilisierung, Planung… das ist alles möglich im Netz. Endlich! Wir brauchen nicht mehr eine Zeitung oder andere Medien, die freundlichrweise über eine Aktion berichten. Wir berichten nun selbst. Von uns für uns.

Richtig Bauchschmerzen habe ich damals bekommen, als es plötzlich darum ging, irgendwo meine e-mail Adresse öffentlich zu machen… ich sah Gefahren über Gefahren….was ich eben so alles gehört hatte über das uferlose Internet. Ich habe mich dann dazu durchgerungen ….und alles ist gut gegangen.

Mittlerweile nutze ich Twitter, bin gerne bei Facebook und habe einen eigenen Blog, das ist eine Art  Internetagebuch und ich schreibe inzwischen viele e-mails pro Tag. Wie das alles geht, habe ich beim Tun gelernt. Ich habe Freunde im Netz gefragt, “wie lade ich ein Bild hoch, wie stelle ich ein Video in meinen Blog,…usw.“ und Schritt für Schritt habe ich dazu gelernt.

Ich nutze das Internet heute als Demokratiemedium. Ich möchte mitmachen in unserer Demokratie. Mitgestalten. Nicht alles den „anderen“ überlassen.

Wir Bürger können uns informieren, vernetzten, uns unterstützen und zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten des Internets sind ein Segen für mich. Wir haben ein Demokratiemedium. Ich nutze es!