Schlagwort-Archiv: Networking

Lieber Twitterkollege @RegSprecher [Update 2]

In Ihrem Artikel im aktuellen ZEITmagazin Der rasende Regierungssprecher erklären Sie:

Mit Twitter bin ich Chefredakteur und kann weniger beachteten Themen wenigstens die kurzzeitige Aufmerksamkeit meiner Follower verschaffen.

Das finden wir auch!

Mithilfe von Twitter und einem hohen Vernetzungsgrad ist es tatsächlich möglich, weniger beachteten Themen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Prof. Dr. Peter Kruse sagt dazu:

In Netzwerken entfaltet nur Wirkung, was Resonanz erzeugt.
(Quelle: Revolution 2.0: Wie die Netzwerkkultur die Gesellschaft verändert, Folie 51)

Ihr Twitter-Account hat inzwischen über 27.000 Follower und ist damit wie geschaffen dafür, Resonanz zu erzeugen. Und im ZEITmagazin haben Sie eindrucksvoll beschrieben, dass Ihnen das in Ihrer recht kurzen Twittererfahrung bereits bewusst geworden ist.

 

Weiterlesen

Vom Internet auf die Straße

Wer mich kennt, der weiß, dass es mir die dezentralen Vernetzungsmöglichkeiten angetan haben. Ich sehe im Web 2.0 viel mehr als nur neue Vermarktungskanäle für Produkte und Dienstleistungen. Das Internet interessiert mich vor allem wegen seiner emanzipatorischen Möglichkeiten. Online-Kommunikation bedeutet für mich weitaus mehr, als das Veröffentlichen von Pressemitteilungen in Blogs. Die Essenz einer guten (Online)-Kommunikation sind Gespräche.

Und genau dabei kann das Internet helfen: Es kann Gespräche zu vernachlässigten Themen wieder aufleben lassen und im günstigsten Fall, wie bei der Aktion Uwe, sogar über eine Verbreitung im Internet solche Themen bis in die klassischen Medien transportieren. Wer sich zu sehr auf die gängigen Begriffe, wie Web 2.0 oder Social Media Newsroom oder Online-Kommunikation konzentriert, der übersieht leicht die eigentliche Bedeutung, die sich ja erst aus dem Zusammenspiel von Internet + technischen Tools + den Akteuren, die irgendwo, aus irgendeiner Motivation heraus etwas bewegen wollen, ergibt. Weiterlesen

Blogpatenschaften – die Idee

“Blogpatenschaften – soziales Engagement vernetzen” wurde im April 2008 von mir als Experiment gestartet. Ich wollte herausfinden, ob und wie es gelingen kann, mit Hilfe von “Web 2.0″-Tools und dezentraler Vernetzung das Internet als Feedback-Kanal für “niedrigschwellige” öko-soziale Themen zu nutzen. Die kleine Präsentation zeigt hierfür einige Beispiele. (Stand Dez. 2009)

Kommentare, Kritik und Hinweise auf Anknüpfungspunkte sind jederzeit willkommen.

Unser neues Demokratiemedium

Dies ist ein Gastbeitrag von Susanne Wiest.

susanne_wiest1Vor einem Jahr noch, habe ich das Internet eher wie eine Bibliothek genutzt. Ab und zu Informationen sammeln und vielleicht mal ein Kochrezept suchen…. e-mails schrieb ich kaum. Vielleicht eine pro Monat. Das änderte sich schlagartig als ich letzten Dezember eine Petititon an unseren Bundestag stellte. Mir wurde gesagt das ginge jetzt auch im Internet und ich schaffte es tatsächlich meine Grundeinkommenspetititon online auf den Weg zu bringen. Anscheinend hatte ich einen Nerv getroffen.

Ich erlebte staunend, wie immer mehr Menschen diese Petition mitunterzeichneten, wie in verschiedenen Foren und Blogs darüber berichtet und aufgefordert wurde mit zu unterzeichnen. Ich erlebte Demokratie. So wie ich sie mir seit langem wünsche. Frei, eigenverantwortlich, zusammen und sehr lebendig. Und ich lernte das Internet kennen.

Austausch, Information, Organisation, Mobilisierung, Planung… das ist alles möglich im Netz. Endlich! Wir brauchen nicht mehr eine Zeitung oder andere Medien, die freundlichrweise über eine Aktion berichten. Wir berichten nun selbst. Von uns für uns.

Richtig Bauchschmerzen habe ich damals bekommen, als es plötzlich darum ging, irgendwo meine e-mail Adresse öffentlich zu machen… ich sah Gefahren über Gefahren….was ich eben so alles gehört hatte über das uferlose Internet. Ich habe mich dann dazu durchgerungen ….und alles ist gut gegangen.

Mittlerweile nutze ich Twitter, bin gerne bei Facebook und habe einen eigenen Blog, das ist eine Art  Internetagebuch und ich schreibe inzwischen viele e-mails pro Tag. Wie das alles geht, habe ich beim Tun gelernt. Ich habe Freunde im Netz gefragt, “wie lade ich ein Bild hoch, wie stelle ich ein Video in meinen Blog,…usw.“ und Schritt für Schritt habe ich dazu gelernt.

Ich nutze das Internet heute als Demokratiemedium. Ich möchte mitmachen in unserer Demokratie. Mitgestalten. Nicht alles den „anderen“ überlassen.

Wir Bürger können uns informieren, vernetzten, uns unterstützen und zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten des Internets sind ein Segen für mich. Wir haben ein Demokratiemedium. Ich nutze es!

Online-Frühstück: Vernetzung und Information stehen im Vordergrund

Dies ist ein Gastbeitrag von Christian Henner-Fehr.  (Der Text wurde übernommen von bloggerpatenschaften.de, da dieses Blog eingestellt wurde.)

Die Zahl der Veranstaltungen, die irgendwo real stattfinden, über ein bestimmtes Thema informieren und den Vernetzungsgedanken in sich tragen, ist gewaltig. Eine dieser Veranstaltungen ist der Webmontag, den David Röthler schon seit längerer Zeit durchführt. Nachdem es aber immer wieder mal vorkam, dass Leute nicht daran teilnehmen konnten, entstand die Idee, ihnen die Möglichkeit anzubieten, sich online daran zu beteiligen.

02202923-300x199Da war es dann zur reinen Online-Veranstaltung nicht weit, das Online-Frühstück war geboren. Neben der Idee, über bestimmte Themen, z.B. EU-Förderungen zu informieren und Leute zusammenzubringen, trieb David Röthler und mich aber auch die Neugierde, was man mit Online-Kommunikationslösungen alles machen kann und wie sie sich möglichst sinnvoll einsetzen lassen.

Diese Angebote existieren zwar schon seit einiger Zeit, werden aber häufig nicht genutzt, weil erstens Berührungsängtse vorhanden und zweitens die (technischen) Hürden sehr hoch sind. Mal ist der Computer zu alt, mal fehlt das Headset. Oder man probiert es nicht, weil man halt nicht weiß, wie alles funktioniert.

Online-Frühstück, das geht ja eigentlich gar nicht, denn man kann zwar online viel zusammen machen, aber Frühstücken gehört da nicht dazu. Das Frühstück hat aber in Österreich und speziell in Wien durch seine Cafehäuser eine ganz spezielle Funktion. Man trifft sich am Morgen, um sich im Rahmen eines Frühstücks auszutauschen, um Dinge zu besprechen. Dieser Austausch war uns sehr wichtig, deshalb hatten wir die Idee, Leute einzuladen, die interessante und spannende Dinge machen und darüber erzählen wollen. Weiterlesen