Schlagwort-Archiv: Teilhabe

Lesetipp zum bedingungslosen Grundeinkommen

Meine Perspektive auf das Grundeinkommen – ein Beitrag von Baukje Dobberstein

Ich stelle mir immer wieder die Frage, worein ich meine Lebenszeit investiere. Ob ich als Psychotherapeutin mehr Depressionen heilen könnte, als ich mit Grundeinkommen verhindern kann?

Baukje Dobberstein arbeitet als Ärztin und Psychotherapeutin. Jeden Tag wird sie damit konfrontiert, dass das Arbeits- und Sozialsystem die Menschen krank macht: Diejenigen, die schon arbeitslos sind, aber auch alle anderen, die Arbeitsbedingungen akzeptieren die sie krank machen, weil sie Angst vor einem repressiven Sozialsystem haben. Deswegen tritt sie für das Bedingungslose Grundeinkommen ein und schreibt auf ihrem Blog regelmäßig über das Thema. Sie lebt in Hannover.

Lesetipps

“Suche Kreuzberg, Friedrichshain, Neukölln, gerne Kohle, bis 400 warm.”

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“Arbeit, die systematisch unsichtbar gemacht wird, gerät logischerweise auch aus dem Blick politischer Verhandlungen, gilt als unwichtig, vernachlässigbar. Deshalb macht das Netzwerk Care-Revolution den ersten Mai zum „Tag der unsichtbaren Arbeit“. Geplante Aktionen in diesem Jahr sind:
*Frankfurt am Main, 9.30 Uhr, Günthersburgpark
*Berlin, 10 Uhr, Hackescher Markt
*Freiburg, 11 Uhr, Stühlinger Kirchplatz
*Hamburg, 11 Uhr, Rödingsmarkt”

 

Oya: Tatorte – Wo mutige Menschen wirken

Unter dem Motto „anders denken. anders leben“ berichtet die Zeitschrift Oya nunmehr seit fünf Jahren über Menschen und Initiativen, die sich für gesellschaftlichen Wandel und eine enkeltaugliche Zukunft engagieren. Wichtig für Oya sind außerdem die vielfältigen sozialen Bewegungen, die sich für mehr Bürgerbeteiligung in der Politik, eine Ökonomie ohne Wachstumszwang und eine Kultur von Kooperation und Verbundenheit einsetzen. Auch die Zeitschrift selbst basiert auf einem solidarischen Wirtschaftsmodell – fast 500 Menschen haben als Lesergenossenschaft den Aufbau ermöglicht. Oya vernetzt aktive Menschen im gesamten deutschsprachigen Raum.

Im aktuellen Heft geht es um das unmittelbare Engagement vor Ort und darum, wie es gelingen kann, in Zusammenarbeit mit Stadt- und Gemeindeparlamenten gute Ideen tatsächlich zu verwirklichen. Oft scheitern vielversprechende Projekte an mangelnder Kooperation mit Behörden und Politik, aber manchmal gelingt es, eine Brücke zu schlagen, ein offenes Ohr zu finden – und plötzlich bewegt sich mehr, als alle Beteiligten je zu hoffen gewagt haben. Gibt es »Zauberworte«, die hier die Türen öffnen? Oder sind es nur einzelne Glücksfälle in ansonsten verkrusteten Strukturen? Oya Nr. 31 zeigt mit vielen lebendigen Beispielen Strategien zur Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichem Engagement und der Kommunalpolitik.

Verlosung

Ich möchte gern hier im Blog 3 Exemplare der aktuellen Ausgabe verlosen, die mir die Redaktion von Oya zur Verfügung gestellt hat. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, kann hier in den Kommentaren noch bis zum 20.03.2015, 12.00 Uhr mittags sein Interesse bekunden.

Aus allen Kommentaren wird der/die Gewinner*in am 20.03.2015, 12 Uhr mittags per Los oder mit dem Random-Generator (je nach Teilnehmerzahl) ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/ die Gewinner*in wird von mir per Mail benachrichtigt (daher bitte eine gültige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben).

Realitäts-Check Inklusion im Berliner Abgeordnetenhaus – UPDATE

Für den 25. März 2015 ist eine Veranstaltung mit dem bezeichnenden Namen “Realitäts-Check Inklusion” im Berliner Abgeordnetenhaus geplant. Dort  werden  9 Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer erwartet, die tragende Aufgaben innerhalb dieser Veranstaltung wahrnehmen: z. B. Moderation und Projektvorstellung.

Leider gibt es dort aber keinen Raum, in dem sich mehr als 4 Rollstuhlfahrer aufhalten dürfen. Das sagt die brandschutztechnische Vorschrift.

Ulrike Pohl hat jetzt eine Mail an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin geschrieben:  Hier gehts zum Text dieser Mail.

Gab es da nicht  mal was Ähnliches im Deutschen Bundestag? Richtig. Bundestag lädt aus. Wir kommen trotzdem.

Es bleibt zu wünschen, zu hoffen und letztlich zu fordern, dass unsere Gesellschaft endlich (mehr) Räume schafft, die genauso selbstverständlich auch für Menschen mit anderen Bedürfnissen offen stehen.

Link zur Veranstaltung.

Update: Brandschutz und Selbstbestimmung – wie passt das zusammen?

“Menschen mit Behinderung als selbstbestimmte Menschen wahrzunehmen, das ist etwas, was mir in der Diskussion um den Veranstaltungsort unserer Signetübergabe fehlte.”

Lesetipps zum Thema Inklusion

  • Raul hat darüber nachgedacht, warum es mit der Inklusion gefühlt so schleppend voran geht und einen interessanten Artikel geschrieben: Mein ungutes Gefühl
Wie eine fürsorgliche Mutter säuselt die Politik ihre Fantasien von “Inklusion” und “Teilhabe” in unsere Ohren. Wir werden akribisch verwaltet und mit Sozialprivilegien überhäuft. So bleiben die meisten von uns, ohne aufzumucken, in ihrer Opferecke. Schicksalsergeben, so kennt man Behinderte. Aber ich will kein Gnadenbrot und brauche keine freien Museumseintritte als Trostpflaster, sondern ich möchte weiter ernst genommen werden. Ich bin krank, aber nicht kopflos. Das ist der Grund für meine Bewerbung als Behinderte. Es ist ein Selbstversuch.

 

Abschaffung der ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten vor dem 60. Lebensjahr #keinAbzug

keinAbzug_petiVerlinke zu einem NischenThema, um es für die Gesellschaft sichtbarer zu machen. Fördere Diskurse, um Themen, wie das Folgende aus der allgemeinen Sprachlosigkeit heraus zu holen. Der Text stammt von Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe und kann gern weiter verbreitet werden.

Worum geht es?

Wer eine Erwerbsminderungsrente beanspruchen muss, der ist so krank, dass er nicht mehr arbeiten kann. Niemand geht diesen Weg freiwillig. Durch die aktuelle Gesetzeslage werden jedoch Kranke bestraft, indem die oft schon geringe Erwerbsminderungsrente um nochmal bis zu 10,8% gekürzt wird, wenn man sie vor dem 60. Lebensjahr beanspruchen muss.

Jetzt wurde eine Petition ins Leben gerufen, die dies ändern will:

Abschaffung der ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten vor dem 60. Lebensjahr

Wir nennen mal weitere Gründe für das Unterschreiben und Verbreiten dieser Petition:

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